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12.06.2009

Demonstrationen für Perus Indios

Demonstrationen für Perus Indios
Bild: DPA

Lima (dpa) - Zehntausende Peruaner haben sich am Donnerstag (Ortszeit) bei landesweiten Demonstrationen solidarisch mit dem Kampf der Indios gegen die Ausbeutung ihres angestammten Lebensraumes erklärt. Zu den weitgehend friedlichen Protesten hatten die Gewerkschaften aufgerufen.

Nur in der Hauptstadt Lima kam es zu Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei. Die Beamten setzten Tränengas gegen Demonstranten ein, die versucht hatten, zum Präsidentenpalast durchzubrechen.

Die Indios in den Amazonas-Regionen des Landes wehren sich seit mehr als zwei Monaten gegen neue Gesetze, die unter anderem Erdölkonzernen mehr Rechte einräumen. Die Lage in den Amazonasregionen war am Freitag weiter äußerst gespannt und Indios blockierten Fernstraßen sowie für den Verkehr wichtige Flüsse.

Am Vortag hatten die Indios einen Teilerfolg errungen, als das Parlament zwei von mehreren umstrittenen Gesetzen außer Kraft setzte. Sieben Abgeordnete der nationalistischen Partei PNP, die eine endgültige Aufhebung der Normen gefordert hatten und aus Protest im Plenarsaal übernachtet hatten, wurden in einer umstrittenen Eilentscheidung suspendiert. Die PNP unter Leitung des früheren Präsidentschaftskandidaten Ollanta Humala steht den linksgerichteten Regierungen Venezuelas und Boliviens nahe.

Am Freitag vergangener Woche war es im Norden zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Indios gekommen. Dabei starben nach offiziellen Angaben insgesamt 24 Polizisten und neun Zivilisten. Die Indios machen jedoch wesentlich höhere Opferzahlen geltend.

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