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Der eigene Partei-Nachwuchs wird zum Problem für die CSU

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Kommentar Von Uli Bachmeier
20.10.2019

"Jünger und weiblicher" soll die CSU werden, geht es nach Markus Söder. Das blockieren ausgerechnet die jungen Parteimitglieder. Kann das in Zukunft gut gehen?

Die CSU hat nicht nur ein Nachwuchsproblem, sie hat auch ein Problem mit ihrem Nachwuchs. Wer, wenn nicht die Junge Union, sollte dafür sorgen, dass die CSU „jünger und weiblicher“ wird? Doch ausgerechnet aus ihren Reihen kommt die schärfste Kritik an einer Frauenquote in der Männerpartei CSU. Ausgerechnet die karrierebewussten Funktionäre der Jungen Union haben beim Parteitag im Bündnis mit alten Konservativen dafür gesorgt, dass der frisch wiedergewählte Parteichef knapp an einem Debakel vorbeischrammte. Söder will die CSU modernisieren, die JU rückt erkennbar nach rechts. Ob das gut gehen kann?

Der Widerstand gegen die Frauenquote war auch ein Aufstand gegen den „grünen Zeitgeist“. Die Unzufriedenen an der CSU-Basis haben Söder gezeigt, dass sie ihm nicht in allem folgen werden. Irgendeine Idee, wie junge Männer und vor allem junge Frauen für die CSU und ihre Politik zu begeistern wären, haben sie nicht vorgetragen. Der Partei droht, wie Wahlanalysen zeigen, ein Generationen-Abriss. Bei seinem Versuch, die Fliehkräfte zu bändigen und die CSU als Volkspartei zu retten, hat Söder einen Rückschlag erlitten.

Lesen Sie auch die Analyse: Nicht nur bei der Frauenquote: Die "alte CSU" bremst Söders Reformkurs

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