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Die Bullerbü-Landwirtschaft gibt es nicht mehr

Die Bullerbü-Landwirtschaft gibt es nicht mehr
Kommentar Von Christian Grimm
26.06.2020

Selbst wenn Fleisch teurer wird, bedeutet das nicht, dass es ein Zurück in eine vermeintliche Landwirtschafts-Idylle gibt. Die passt nicht zum Prinzip Binnenmarkt.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Selbst wenn in Deutschland Fleisch, Milch und Käse in Zukunft mehr kosten, kommt die Landwirtschaft aus den Kindertagen von Oma und Opa nicht zurück. Den kleinen Hof mit sechs Kühen, acht Schweinen, fünf Schafen, zwei Pferden und zehn Hektar Land wird es auch künftig nur im Bilderbuch für die Kleinen geben. Davon leben könnte keine Bauernfamilie. Die Landwirtschaft bleibt trotz der nun geplanten Korrekturen das, was sie ist – eine Industrie in der internationalen Konkurrenz. Dafür sorgt schon der europäische Binnenmarkt, der die heimischen Landwirte dem Wettbewerb mit den Bauern der anderen Länder aussetzt.

 

Das Prinzip Supermarkt funktioniert nicht mit der kleinen Metzgerei

Der Binnenmarkt ist das Fundament der Europäischen Union und es gibt keinerlei politischen Willen, zurück in die geschlossene Volkswirtschaft zu gehen. Damit wird die Landwirtschaft weiter dem Trend zu größeren Einheiten folgen. Die Handvoll Supermarktketten, die den Einzelhandel unter sich aufgeteilt haben, nutzen ihre Marktmacht, um den Preis zu drücken. Das Prinzip Supermarkt funktioniert nicht mit den Produkten der kleinen Metzgerei – oder höchstens als Nischenprodukt. Die Verbraucher profitieren von günstigen Preisen. Es ist das, was sie wollen.

Die Bullerbü-Landwirtschaft gibt es nicht mehr

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