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Die Bundespolitik war zu groß für AKK

Kommentar Von Christian Grimm
10.02.2020

Annegret Kramp-Karrenbauer ist in der CDU gescheitert. Mangelnde Autorität war nur ein Grund. Das Dilemma im Umgang mit AfD und der Linken müssen nun andere lösen.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat viel riskiert und verloren. Sie hat unermüdlich geschuftet, aber es hat nicht gereicht. Die große Bundespolitik war für die Saarländerin eine Nummer zu groß. Der Tabubruch von Thüringen hat dramatisch gezeigt, dass ihr die Führung in der CDU entglitten ist.

Schon in den vergangenen Monaten ging es für AKK stetig bergab, ihre Beliebtheitswerte waren dramatisch abgeschmiert. Sie eckte mit verunglückten Faschingswitzen an und irritierte mit unabgestimmten Vorstößen zur Außenpolitik in Syrien. Sie ließ zu, dass ihre CDU bei der Klimapolitik von einem jungen Internetaktivisten vorgeführt wurde und sie hat als Parteichefin zahlreiche Wahlschlappen zu verantworten.

Nun zieht die 57-Jährige die Reißleine. Die CDU-Chefin verzichtet auf eine Kanzlerkandidatur und wird auch den Parteivorsitz abgeben.

Zweifel an der Eignung als Kanzlerin von Kramp-Karrenbauer in der CDU wuchsen

Ihre Macht war niemals unbestritten, in den letzten Tagen wankte und schwankte sie. Der Wechsel auf den Schleudersitz an der Spitze des Verteidigungsministeriums brachte nicht die erhoffte Stabilisierung. Ihre innerparteilichen Gegner sägten mit viel Ehrgeiz an ihrem Stuhl und die 57-Jährige vermochte es nicht, sie durch aus überzeugender Arbeit erwachsende Autorität zum Schweigen zu bringen.

Die Frage "Kann Sie wirklich Kanzlerin?" schwang immer mit. Und zuletzt lautete die Antwort in den Berliner Hintergrundgesprächen schlicht "nein". Der entscheidende Fehler, der ihr im Fiasko von Erfurt nun schließlich den Kopf kostet, war die strategische Selbsteinmauerung der CDU. Durch den doppelten Unvereinbarkeitsbeschluss, weder mit der Linken noch der AfD gemeinsame Sache zu machen, hat die Partei in Ostdeutschland einen viel zu geringen Handlungsspielraum. Kramp-Karrenbauer hätte sich peu à peu der Linken öffnen müssen. Doch das konnte sie in der westdeutsch dominierten CDU nicht durchsetzen. Sie hat das Problem geerbt, aber es wäre an ihr gewesen, an einer Lösung zu arbeiten. Schließlich fasert das Parteiensystem nicht erst seit einigen Tagen auf.

Als sich Merkel im Thüringen-Skandel einmischte, war Kramp-Karrenbauer verloren

Spätestens am Wochenende, als die Kanzlerin die Geschicke an sich zog, um den Schaden des Skandals von Thüringen zu begrenzen, war ihre Wunschnachfolgerin nicht mehr Herrin der Lage. Es war offensichtlich, dass sie auf das Abstellgleis geschoben wurde. Das Bild, das in der Öffentlichkeit entstand, war fatal: Wenn es ernst wird, muss es Merkel machen.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigt ihren Rückzug an.
10 Bilder
AKK will CDU-Vorsitz abgeben: Kramp-Karrenbauers Karriere in Bildern
Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Zur Bilanz der Annegret Kramp-Karrenbauer gehört im Positiven, dass sie die Debatte um die deutsche Sicherheitspolitik angenommen und entschieden geführt hat. Deutschland muss viel stärker als früher für die eigene Sicherheit sorgen und braucht eine stärkere Bundeswehr. Stand jetzt, wird Annegret Kramp-Karrenbauer Verteidigungsministerin bleiben und kann weiter an der schweren Aufgabe arbeiten. Im Kanzleramt und im Konrad-Adenauer-Haus sitzen nun zwei Politikerinnen, die den Zenit ihrer Macht überschritten haben. Für eine konservativ-staatstragende Partei, für die nur Regentschaft zählt, ist das ein deprimierender Zustand.

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Die Diskussion ist geschlossen.

10.02.2020

Mir ist bisher keine Politikerin im Bund bekannt geworden, die den Schneit und die Power hatte, einen guten Job zu machen.
Es ist an der Zeit, Qualifikation und Leistung wieder in den Vordergrund zu rücken, statt Quote und Gender Gaga.
Die hodenlose Führungsriege der CDU muss sich öffnen!

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10.02.2020

Seit wann gibt es eine Frauenquote in der Union? Gibt im BT ebenfalls keine. AKK hat sich übrigens gegen Männer durchgesetzt.
Übrigens hat sich Merkel allein gegen die ganzen Männerseilschaften wie den Andenclub durchgesetzt. Ganz ohne Hoden und Quote.
Was ist für sie ein guter Job machen?
Für wen soll sich die Führungsriege öffnen?

Es sind schon schwere Zeiten für uns heterosexuelle weißen Männer ...

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10.02.2020

Öffnen? Was heißt das, die Hosen runter lassen? Sich verabschieden wäre wohl sinnvoller. Die Problemfrage aber bleibt bestehen, hat Deutschland qualifizierte Politiker (innen), die ohne Fremdsteuerung regieren können/dürfen???

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10.02.2020

Nicht die BRD ist zu groß für AKK, sondern die Merkel zu diktatorisch für die BRD.

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10.02.2020

Merkel hat gezeigt, dass sie trotz allem die Zügel in der Hand hat. Sie ist noch lange nicht abgeschrieben. jeder Nachfolger wird es schwer haben, an ihr gemessen zu werden. Und was die "Bastapolitik" gezeigt und erzeugt hat, hat man ja gesehen: eine Flucht zu Putin!

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10.02.2020

"Sie ist noch lange nicht abgeschrieben. jeder Nachfolger wird es schwer haben, an ihr gemessen zu werden"
.
Selten so gelacht........................wenn sie es endlich geschafft hat, Deutschland zugrunde zu richten, will keiner mehr an ihr gemessen werden !!!

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10.02.2020

Auch wenn der Altkanzler nun häufig kritisiert wird. Durchsetzungsstarke Leute können führen und lenken. Bastapolitik eines vernünftigen Menschen ist jetzt notwendig

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10.02.2020

Angela versagt und es müssen immer die anderen gehen.

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