1. Startseite
  2. Politik
  3. EVP will Weber als künftigen EU-Kommissionschef

Europawahl 2019

08.11.2018

EVP will Weber als künftigen EU-Kommissionschef

Manfred Weber geht für die EVP in die Europawahl 2019.
Bild: Markku Ulander/Lehtikuva, dpa

Bei ihrem Kongress in Helsinki trafen die Delegierten eine klare Entscheidung: Manfred Weber soll die Europäische Volkspartei in die Europawahl 2019 führen.

Der Deutsche Manfred Weber soll nach dem Willen der Europäischen Volkspartei 2019 neuer EU-Kommissionspräsident werden. Die EVP wählte den stellvertretenden CSU-Chef am Donnerstag in Helsinki nach Angaben aus Parteikreisen mit rund 79 Prozent der Delegiertenstimmen zu ihrem Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 und nominierte ihn damit für das EU-Spitzenamt in Brüssel. Der 46-Jährige wird Gegenspieler des Sozialdemokraten Frans Timmermans, der ebenfalls Kommissionschef werden will.

Weber setzte sich innerhalb seiner Parteienfamilie, zu der auch CDU und CSU gehören, am Donnerstag zunächst gegen den ehemaligen finnischen Regierungschef Alexander Stubb durch. In seiner Bewerbungsrede präsentierte sich Weber, derzeit Fraktionschef der EVP im Europaparlament, als mitfühlender Konservativer. 

Manfred Weber: Spitzenkandidat für die EVP

"Ich träume von einem Europa, das niemanden abhängt und wo wir härter arbeiten, um bessere Lebensbedingungen für alle Europäer zu schaffen", erklärte Weber. Als seine großen Themen nannte er den Schutz der Außengrenzen und europäischer Werte, aber auch den Traum, dass Europäer als erste eine Heilung für Krebs finden. "Für uns bei der EVP ist jeder Mensch wichtig", meinte Weber.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ob Weber tatsächlich EU-Kommissionspräsident wird, hängt von zwei Faktoren ab: Er müsste bei der Europawahl Ende Mai 2019 ein gutes Ergebnis für die EVP einfahren, so dass sie wie bisher die größte Fraktion im Europaparlament stellt. Zum zweiten braucht er die Rückendeckung der EU-Staats- und Regierungschefs, die das Recht zur Nominierung des Kommissionschefs haben. 

Das Amt gilt als das wichtigste in der EU. Die Kommission kann Gesetze vorschlagen, Verträge aushandeln und die Einhaltung von EU-Recht überwachen. Die Riesenbehörde beschäftigt 32.000 Menschen. Der erste und einzige deutsche Kommissionschef war Walter Hallstein in den 1960er Jahren, damals allerdings für die viel kleinere und anders organisierte Europäische Gemeinschaft.  (dpa)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

08.11.2018

Wir erinnern uns an Söders kürzliche Ausrufung des Endes des Multilateralismus, was gleichzusetzen wäre mit dem Ende der EU mit ihren offenen Grenzen und ihrer freiheitlichen, liberalen, demokratischen Werteordnung.
Und diese „C“SU schickt sich an, einen der ihren - der obendrein eng mit Victor Orban verbandelt ist - in das Rennen um den Kommissionspräsidenten zu schicken! Wie Glaubwürdigkeit das denn?

Permalink
08.11.2018

Wir erinnern uns an Söders kürzliche Ausrufung des Endes des Multilateralismus, was gleichzusetzen wäre mit dem Ende der EU mit ihren offenen Grenzen und ihrer freiheitlichen, liberalen, demokratischen Werteordnung.
Und diese „C“SU schickt sich an, einen der ihren - der obendrein eng mit Victor Orban verbandelt ist - in das Rennen um den Kommissionspräsidenten zu schicken! Wie Glaubwürdigkeit das denn?

Permalink
Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20dpa_5F9ACE000B488180.tif
Europawahl 2019

Manfred Weber als EU-Spitzenkandidat? Eine gute Wahl

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket