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Edward Snowden
18.04.2014

Snowden rechtfertigt Teilnahme an Putin-TV-Fragestunde

Edward Snowden hat sich für seine Teilnahme an einer Putin-Fernsehfragestunde gerechtfertigt.
Foto: Guardian/Glenn Greenwald/Laura Poitras (dpa)

Edward Snowden wird nach einem TV-Auftritt als Marionette des Kremls kritisiert. Der Geheimdienstenthüller rechtfertigt sich nun für seine Teilnahme an der Putin-Fernsehfragestunde.

Edward Snowden, Enthüller des US-Geheimdienstes, hat seine Beteiligung an einer Fernsehfragestunde  mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gerechtfertigt. Wegen seiner am Donnerstag via Video eingespielten Frage an den russischen Staatschef wird Snowden nun kritisiert. Hauptvorwurf an den US-Geheimdienstenthüller: Edward Snowden lasse sich als Marionette des Kreml missbrauchen.

Snowden rechtfertigt sich für Fernsehbeitrag mit Putin

In einem Beitrag für den britischen "Guardian" vom Freitag erklärte Edward Snowden: Mit seiner Frage zu den Überwachungspraktiken in Russland habe er "Gelegenheiten für ernsthafte Journalisten und die Zivilgesellschaft" schaffen wollen, die Debatte "voranzutreiben."

Kritik an der Video-Schaltung zwischen Snowden und Putin kam auch von SPD-Chef Sigmar Gabriel. "Mich erinnert das an Schauprozesse, in denen man Leute vorführt", sagte der Bundeswirtschaftsminister am  Donnerstagabend in der ARD-Sendung "Beckmann". Er habe das "einfach obszön" gefunden, fügte Gabriel hinzu - "nicht von Snowden, sondern von Putin".

Putin: Keine Massenüberwachung der Bevölkerung

Edward Snowden hatte Putin gefragt, ob Russland "die Kommunikation von Millionen Bürgern auf irgendeine Weise abfängt, speichert oder analysiert". Putin antwortete, es gebe in Russland keine  "Massenüberwachung" der Bevölkerung, die Geheimdienste würden strikt überwacht. Der russische Präsident führte dann aus, dass die Art der "Massenüberwachung" der Bevölkerung, wie sie Snowden in den USA aufgedeckt hatte, in Russland undenkbar sei.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Snowden hatte im August in  Russland für ein Jahr Asyl erhalten, nachdem er mit seinen Enthüllungen über die Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes NSA  weltweit für Furore gesorgt hatte. Die USA wollen Snowden verhaften  und ihm den Prozess machen. Gabriel sprach sich dafür aus, Snowden  im Rahmen des NSA-Untersuchungsausschusses zu vernehmen. Allerdings  rate er dazu, die Befragung "dort zu machen, wo er ist". Gabriel  sprach sich dagegen aus, Snowden für die Befragung nach Deutschland  zu holen. afp/AZ

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