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FDP

21.12.2014

Eine Schönheits-OP für die FDP

Umfragen sehen die FDP seit gut einem Jahr stabil unter der überlebenswichtigen Fünf-Prozent-Marke.
Bild: Weigel

Um die FDP steht es nicht gut. Jetzt will die Partei optisch aus der Krise kommen: Gelb und Blau, die Farben der "alten FDP" wird es womöglich bald nicht mehr geben.

Die Wähler haben ihr Gefallen an der FDP schon lange verloren. Umfragen sehen die Partei seit gut einem Jahr stabil unter der überlebenswichtigen Fünf-Prozent-Marke. Als seelenlos und kühl werden die Liberalen empfunden. Dieses Image wollen sie natürlich loswerden und probieren es angeblich mit einer „Schönheitsoperation“ am äußeren Erscheinungsbild. „Heimat“ heißt die Berliner Werbeagentur, die nach Informationen der Welt am Sonntag die FDP auf Erfolgskurs trimmen soll. Deren Chef Andreas Mengele will optisch herausarbeiten, „was an Menschlichem und Einfühlsamem im Programm der Partei steht“.

Die FDP bemüht sich um ein neues Image

Also werbetechnisch weg von Gelb und Blau, den Farben, die seit Jahrzehnten mit der Marke FDP verbunden sind. Sie erinnerten an die „alte FDP“ sagt Werbeexperte Mengele, der selbst ein ganz neues Parteilogo nicht ausschließen mag. Überraschen uns die Liberalen demnächst wieder mit drei Punkten, mit denen sie Ende der 60er Jahre schon mal ihr Image umgemodelt und ihre sozialliberale Ära begonnen haben? Die Werbeexperten denken wohl eher an wärmere Farben, um die Herzen liberaler Wähler zurückzugewinnen.

Im Thomas-Dehler-Haus, dem roten Backsteinbau mit der FDP-Zentrale in Berlin-Mitte, wird nichts bestätigt. Vielleicht will man die Öffentlichkeit ja auch überraschen. Anfang Januar beim Dreikönigstreffen, einem Hochfest der Liberalen, wolle sich die Partei bereits in neuem Gewand präsentieren, sagt der Werbemann. Ob bis dahin alle Narben einer Schönheits-OP bereits verheilt sind?

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