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Söder hält Verlängerung der Kontaktbeschränkung bis Juli für richtig
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Eine persönliche Antwort auf Söders persönliche Videogrüße

Eine persönliche Antwort auf Söders persönliche Videogrüße
Glosse Von Uli Bachmeier
11.03.2020

Kurz vor der Kommunalwahl kann man online persönliche Grüße von Markus Söder verschicken. Unser Landtagskorrespondent antwortet.

Hallo Markus, wir beide haben zwar schon das eine oder andere Glas Wein miteinander getrunken und auch so manch einen Strauß ausgefochten, aber dass wir uns duzen, ist mir in den vergangenen 20 Jahren nicht aufgefallen. Umso mehr hat mich Deine persönliche Videobotschaft „Hallo Uli …“ überrascht, die mein „Freundeskreis“, wie Du sagst, bei Dir bestellt hat. Du forderst mich darin auf, zur Kommunalwahl zu gehen und der CSU all meine vielen Stimmen zu geben. Das wiederum ist nun einerseits nicht überraschend, weil Du ja der oberste Chef dieser stolzen bayerischen Partei bist, andererseits aber doch, weil Du ja weißt, dass ich zwar durch und durch Bayer bin, aber Deiner Partei schon immer mit einer gewissen Skepsis begegne – Ochsensepp hin, Franz Josef her.

Wahlwerbung von Markus Söder: Für Sepp und Aische gibt es keine Grüße

Dennoch gebührt Dir ein Lob: Mit einer derart direkten Ansprache via Facebook, Twitter oder Mail zu den Wählern vorzudringen, bringt – auch wenn Dich bei der Kommunalwahl am Sonntag ja niemand wählen kann – eine persönliche Note in den Wahlkampf. Du gibst Dir alle Mühe, als netter Kerl zu erscheinen. Und meistens bist Du das ja auch.

Nur eine Sache irritiert mich: Deine Videobotschaft kann man nur an Menschen verschicken, deren Vorname in der langen Namensliste auftaucht. So kann ich zwar meinen Freund Roland mit Deinen Grüßen beglücken, nicht aber meinen Freund Henry. Und auch nicht den Sepp und die Susi, die Aische oder den Mehmet, die Natascha oder den Giovanni. Da hapert es noch, lieber Markus. Beste Grüße zurück.

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