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Krone-Schmalz bei Maischberger

25.02.2015

Eklat vor laufender Kamera: Putin-Versteherin wird ausfallend

"Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich?" lautete das Thema der Sendung "Menschen bei Maischberger", bei der Gabriele Krone-Schmalz zu Gast war. Dabei kam es zum Eklat.
Bild: Paul Zinken/dpa

Autorin und Ex-Moskaukorrespondentin Gabriele Krone-Schmalz hatte am Dienstagabend genug - und wollte die Talkshow von Sandra Maischberger verlassen. Wie es zum Eklat kam.

Gabriele Krone-Schmalz ist grantig. Seit knapp 20 Minuten sitzt sie in der Talkshow von Sandra Maischberger und führt einen einigermaßen einsamen Kampf. Das Thema der Sendung: „Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich?“ Krone-Schmalz tingelt seit Monaten durch Fernsehstudios. Die 65-Jährige muss ihr Buch vermarkten. Es heißt „Russland verstehen“. Und die Autorin erhebt durchaus den Anspruch, es besser zu wissen als alle anderen. Schließlich arbeitete sie Ende der 80er als ARD-Korrespondentin in Moskau. Krone-Schmalz mag es nicht so, wenn man ihr widerspricht. Oder wenn man sie unterbricht. Der Grünen-Politiker und frühere DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz tut beides.

"Menschen bei Maischberger": Gabriele Krone-Schmalz reicht`s

Als es um die Frage geht, ob die Kämpfe in der Ukraine ein „russischer Aggressionskrieg“ sind, eskaliert die Situation. Krone-Schmalz sieht die Verursacher des Konflikts keineswegs im Kreml. Sie ist eine der wenigen Deutschen, die konsequent Partei für Putin ergreifen. Sie hält den Europäern vor, die Interessen Russlands ignoriert zu haben, als sie die Westanbindung der Ukraine vorantrieben. Krone-Schmalz gefällt sich in der Rolle der Querdenkerin. Schulz gefällt das nicht. Als er ihr mal wieder ins Wort fällt, platzt der Journalistin der Kragen.

„Können Sie vielleicht mal Ihren Intellekt aktivieren“, giftet sie ihren Sitznachbarn an. Der kontert trocken: „Sie haben doch nicht die Wahrheit gepachtet.“ Jetzt reicht es der Putin-Versteherin endgültig. „Wissen Sie was, machen Sie Ihre Sendung alleine“, blafft sie Sandra Maischberger an und will schon aufstehen. Die Moderation überredet Sie nur mit Mühe zum Bleiben. Immerhin einer stärkt Krone-Schmalz den Rücken: Ivan Rodionov. Der Mann ist aber auch Chefredakteur des russischen Propaganda-Senders RT Deutsch. Manchmal kann man sich seine Freunde nicht aussuchen. Schulz wird sicher keiner mehr. Am nächsten Tag sagt er dem Focus: „Ich habe mir gedacht: Die hat doch einen Tick unterm Pony – aber das habe ich nicht gesagt, weil ich sachlich bleiben wollte.“

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