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Kommentar

12.06.2017

Europa tut Afrika mit der Asylpraxis keinen Gefallen

Flüchtlinge warten in einem liegengebliebenen Schlauchboot auf ihre Rettung. Solange die jetzige Asylpraxis herrscht, wird das Sterben weitergehen, meint unser Autor.
Bild: Santi Palacios (dpa)

Europa muss alles tun, um die Situation vor Ort in Afrika zu verbessern. Solange die jetzige Asylpraxis herrscht, wird das Sterben im Mittelmeer weitergehen.

Hunderttausende junge Menschen drängen aus Afrika nach Europa. In der verzweifelten Hoffnung auf eine bessere Zukunft riskieren sie im Mittelmeer ihr Leben. In ihren Heimatländern fehlt ihnen jede Perspektive. Misswirtschaft und Korruption bei gleichzeitiger Bevölkerungsexplosion machen eine nachhaltige Entwicklung dort fast unmöglich. In den nächsten 30 Jahren wird sich die Zahl der Afrikaner auf 2,5 Milliarden verdoppeln. Damit steigt auch der Migrationsdruck. Die afrikanischen Herrscher können diese Massenbewegung nicht aufhalten, sie wollen es auch gar nicht. Denn junge Männer, die ins Ausland gehen, rebellieren nicht. Zudem lenkt das Geld, das sie in die Heimat überweisen, vom staatlichen Versagen ab.

Europa muss Situation vor Ort verbessern

Afrikas Probleme aber lösen sich nicht dadurch, dass immer mehr Menschen nach Norden wandern. Europa muss alles versuchen, um die wirtschaftliche und politische Situation vor Ort zu verbessern (Wie Deutschland dabei Anfänge macht ). Doch solange eine Asylpraxis herrscht, nach der jeder, der es irgendwie nach Europa schafft, sehr gute Chancen hat, auch bleiben zu dürfen, so lange wird der Exodus weitergehen. Und damit auch das Sterben im Mittelmeer.

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Die Diskussion ist geschlossen.

15.06.2017

"Doch solange eine Asylpraxis herrscht, nach der jeder, der es irgendwie nach Europa schafft, sehr gute Chancen hat, auch bleiben zu dürfen, so lange wird der Exodus weitergehen. Und damit auch das Sterben im Mittelmeer."

Diese Aussage scheint unüberlegt und ist grundlegend falsch, denn es wird dadurch noch mehr Tote geben als es jetzt schon sind. Zu glauben, dass sich dadurch die Situation verbessert ist mehr als hanebüchen und kommt letztlich der CSU sowie logischerweise auch der AFD im Wahlkampf entgegen.

Fakt ist, dass auch eine verschärfte Asylpolitik mit einer Ablehnungsquote von aktuell 54,9 Prozent (Quelle: Statistik-Portal) die Anzahl der Toten im Mittelmeer oder in den katastrophalen Flüchtlingslager keineswegs heruntersetzt, ganz im Gegenteil. Außerdem ist die Anzahl der ankommenden Asylbewerber in Deutschland erheblich zurückgegangen. Die Anzahl der Toten im Mittelmeer steigt trotzdem.

Es ist eh schon schrecklich genug Wahlkampf auf dem Rücken der Ärmsten zu machen. Herr Bernhard Junginger hat leider nicht verstanden, dass erst die verheerenden und durchaus bekannten Situationen in den Flüchtlingslagern verbessert und die Wirtschaftskraft in vielen Ländern Afrikas erhöht werden muss um die Flucht aus Afrika zu minimieren. Alles andere bringt letztlich noch mehr Tote als es eh schon sind.

Herr Junginger wäre besser beraten, sich erst Expertenauskunft einzuholen, anstatt Wahlkampf für die CSU zu machen.

Ein Beispiel ist die tödliche Grenzpolitik zu Mexiko seit Trump.

Näheres dazu in einem n-tv Bericht:

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Europa-tut-Afrika-mit-der-Asylpraxis-keinen-Gefallen-id41715901.html?showCount=5000#comment_41731681

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15.06.2017

Würden sie Befürworten, das Deutschland jährlich 1 Million Afrikaner aufnimmt! Wie vielen geben sie Unterkunft?

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16.06.2017

Wie kommen Sie auf diesen Unsinn?

Es geht doch wohl darum, wie man die Flucht aus Afrika vermeiden kann. Wie man sieht gibt es gute Ansätze, nur müssen Sie auch verwirklicht werden.

Dass dies allerdings nicht mit geschlossenen Grenzen oder einer Mauer erreicht werden kann, dürfte mittlerweile offensichtlich sein.

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15.06.2017

Doch solange eine Asylpraxis herrscht, nach der jeder, der es irgendwie nach Europa schafft, sehr gute Chancen hat, auch bleiben zu dürfen, so lange wird der Exodus weitergehen.

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Das ist der Kern der Sache, den man mal kapiert haben muss.

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Die deutsche Schwäche bei der konsequenten Abschiebung von Menschen ohne politische Verfolgung oder Herkunft aus einem Kriegsgebiet führt auch zur deutlichen Schwächung der EU:

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https://www.welt.de/politik/ausland/article165521888/Osteuropaeer-werfen-EU-Erpressung-im-Umverteilungsstreit-vor.html

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Auch die seit Jahrzehnten beklagte Unmöglichkeit, nicht asylberechtigte Personen abzuschieben, etwa im Falle Deutschlands, führt zu der Befürchtung, dass sich Ähnliches auch in Osteuropa wiederholen könne.

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