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Landtagswahl Hessen

23.09.2013

FDP schafft es in Hessen doch noch in den Landtag

Die hessische FDP zieht unter Landeschef Hahn doch noch in den Landtag in Hessen ein.
Bild: Uwe Zucchi (dpa)

Aufatmen bei der Hessen-FDP: Mit der Auszählung des letzten Wahlkreises kommt die Partei doch noch auf exakt 5,0 Prozent. Die CDU ist weiterhin stärkste Kraft.

Die Hessen-Wahl hat am Sonntag  eine Rückkehr zu "hessischen Verhältnissen" gebracht: Dem  vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge blieb die CDU von  Ministerpräsident Volker Bouffier mit 38,3 Prozent stärkste Kraft,  die FDP kam auf exakt 5,0 Prozent. Den ganzen Abend über hatte es so ausgesehen, als ob die FDP den Wiedereinzug in den Landtag nicht schaffen würde. Aber mit der Auszählung des letzten Wahlkreises schaffte es die Partei doch noch über die Fünf-Prozent-Hürde. 

Für Schwarz-Gelb reicht es nicht in Hessen

Da die Linke mit 5,2 Prozent den  Wiedereinzug in den Landtag schaffte, gibt es weder für  Schwarz-Gelb noch für Rot-Grün eine eigene Mehrheit. Damit ist die  Regierungsbildung völlig offen.

Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel legte  auf 30,7 Prozent zu, die Grünen erreichten 11,1 Prozent, wie der  Landeswahlleiter am frühen Montagmorgen bekanntgab. Die  Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) blieb mit 4,0  Prozent klar unter der Fünfprozenthürde. Die CDU ist im neuen  Landtag mit 47 Abgeordneten vertreten, die SPD mit 37. Die Grünen  erhalten 14 Mandate und FDP und Linke jeweils sechs.

Auch Rot-Rot-Grün wäre rechnerisch möglich

Neben einer großen Koalition sind rechnerisch nun auch Schwarz-Grün  sowie knapp Rot-Rot-Grün und eine Ampelkoalition möglich. Bouffier kündigte vor Parteianhängern an, die CDU wolle "auch in Zukunft  dieses Land politisch führen". Mit Blick auf die schwierige Regierungsbildung 2008 sagte er, das Land könne sich keine  "hessischen Verhältnisse" leisten und brauche eine "starke  Regierung".

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Bild: dpa

Schäfer-Gümbel zeigte sich vor SPD-Anhängern "unglaublich stolz"  auf das Ergebnis und die Unterstützung, die seine Partei erfahren  habe. "Es ist ein richtig geiler Abend, weil wir wieder da sind."  Zugleich meldete er den Anspruch der SPD auf Beteiligung an der  Regierung an. Schäfer-Gümbel hatte vor der Wahl keine Koalition  völlig ausgeschlossen, zugleich aber betont, dass er für ein  Bündnis mit Union oder Linkspartei keine Basis sehe.

Wechselstimmung in Hessen

Hessens Grünen-Chef Tarek Al-Wazir sagte im Hessischen Rundfunk,  die Landespartei habe "Wahlkampf gegen den schlechten Bundestrend  gemacht". Es gebe in Hessen eine Wechselstimmung.

Der Begriff der "hessischen Verhältnisse" stammt aus den Wochen  nach der Landtagswahl 2008. Damals hatte die bis dahin allein  regierende CDU die absolute Mehrheit verloren. Die damalige  SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti scheiterte aber am Widerstand in  den eigenen Reihen zwei Mal mit dem Versuch, eine von den Linken  tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden. afp/AZ

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