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Soziale Netzwerke

08.02.2012

Familienministerin Schröder fordert Facebook-Unterricht

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder plädiert für einen Facebook-Unterricht.
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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder plädiert für einen Facebook-Unterricht.
Bild: dpa

Für Familienminsiterin Kristina Schröder gehören Facebook und Co ab der fünften Klasse in den Unterricht. Ein Experte empfiehlt sogar einen "Medienführerschein".

Soziale Netzwerke spielen im Leben von Jugendlichen eine große Rolle. Diese Erkenntnis ist nicht neu - ebenso, dass sich junge Menschen beim Surfen im Internet oft wenig Gedanken über Datensicherung und Cybermobbing machen. Die Lösung für das Dilemma: Ein Facebook-Unterricht muss her - zumindest wenn es nach Familienministerin Kristina Schröder (CDU) geht. "Ähnlich wie Verkehrserziehung zur Grundschule gehören auch Facebook und Co. ab der fünften Klasse in den Unterricht." Das sagte Schröder im Rahmen des "Safer Internet Day" am Dienstag der Bild-Zeitung.

Die Schulen stehen in der Pflicht

Internet-Aufklärung ist für die Ministerin nicht nur eine Sache der Eltern und der Politik - auch die Schulen stehen ihrer Meinung nach in der Pflicht.

Findet man also bald Facebook- zwischen Mathemati-k und Englischunterricht auf dem Stundenplan? Für Schröder nicht undenkbar: "Soziale Netzwerke sollen ja nicht nur den Mitgliedern Spaß machen, sondern auch den Machern Geld einbringen. Deshalb ist es wichtig über Risiken und Nutzen Bescheid zu wissen."

72 Prozent der Jugendlichen haben ein eigenes Profil

Zumindest die Zahlen geben ihr Recht: 77 Prozent aller europäischen Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahre haben laut Bild ein eigenes Profil in einem sozialen Netzwerk. In Deutschland sind es etwas weniger, aber immerhin noch 72 Prozent.

Unterstützung bei ihrer unkonventionellen Forderung erfährt Schröder von Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen. Er setzt sich für einen "Medien-Führerschein" ein. "Ein Medienführerschein soll Schülern im Unterricht Medienkompetenz vermitteln und ihnen beispielsweise beibringen, was mit ihren Daten im Internet passiert."

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