1. Startseite
  2. Politik
  3. Finanzminister wollen Menschen im Ehrenamt besserstellen

Beitrag für das Gemeinwesen

24.05.2019

Finanzminister wollen Menschen im Ehrenamt besserstellen

Ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt»: Die Länder-Finanzminister wollen mehr Anreize für ehrenamtliches Engagement schaffen.
Bild: Patrick Seeger (dpa)

Wer sich bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein engagiert, tut das nicht des Geldes wegen. Er leistet aber einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen. Der sollte besser gewürdigt werden, finden die Finanzminister.

Die Länder-Finanzminister wollen mehr Anreize für ehrenamtliches Engagement schaffen. Sie sprachen sich am Freitag bei einem Treffen in Berlin dafür aus, die Übungsleiterpauschale um 600 auf jährlich 3000 Euro sowie die Ehrenamtspauschale um 120 auf 840 Euro zu erhöhen.

Wer also bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, in kulturellen oder sozialen Einrichtungen ehrenamtlich tätig ist, soll künftig höhere steuerfreie Vergütungen erhalten können. Auch andere Freigrenzen etwa für bestimmte Einnahmen von Vereinen sollen angehoben werden.

Die Finanzminister plädierten in dem Zusammenhang dafür, Kriterien für die Gemeinnützigkeit neu zu justieren und zu prüfen, ob zum Beispiel E-Sport-Vereine Steuervorteile erhalten können. Bis Jahresende soll nach ihrem Willen darüber entschieden werden. Nach den Vorstellungen der Länder sollen auch sogenannte Freifunk-Netze, in deren Rahmen Initiativen kostenloses Wlan selbst organisieren, begünstigt werden.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

"Ehrenamtliches Engagement muss durch steuerliche Regelungen eher unterstützt als behindert werden", sagte der Vorsitzende der Finanzministerkonferenz, Hessens Ressortchef Thomas Schäfer (CDU). Die aktuellen Regelungen müssten an die gesellschaftlichen Realitäten angepasst werden.

Nach den Worten der parlamentarischen Staatssekretärin Christine Lambrecht ist auch das Bundesfinanzministerium für eine Weiterentwicklung des Gemeinnützigkeitsrechts. Ehrenamtlich tätige Menschen leisteten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft, betonte sie. Ziel einer Reform müsse nicht zuletzt Bürokratieabbau sein: "Damit sich Vereine und Organisationen auf das konzentrieren können, was ihr eigentlicher Zweck ist." Zu prüfen seien zum Beispiel auch steuerliche Vergünstigungen für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen. (dpa)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israel prägt seit Jahrzehnten den Nahen Osten. Foto: Alessandro Di Meo/epa ansa
Vor Konferenz in Bahrain

Kushner: Palästinensische Ökonomie braucht politische Lösung

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen