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24.04.2007

Fingerabdrücke im Pass werden doch nicht gespeichert

ARCHIV - Ein neuer Reisepass, bei dem biometrische Merkmale des Inhabers auf einem Chip gespeichert sind, wird in Berlin vorgestellt (Archivfoto vom 01.06.2005). Nach einem Bericht über eine Sicherheitslücke bei den Chips in elektronischen Reisepässen haben die Grünen bei Innenminister Schäuble (CDU) mehr Datensicherheit angemahnt. Das Innenministerium wies den Bericht zurück. Der deutsche Sicherheitsexperte Grünwald knackte nach Angaben der «Bild»-Zeitung (Ausgabe vom 07.08.2006) den Code des neuen elektronischen Reisepasses und behauptete, mit den kopierten Daten in jedes Land einreisen zu können. Foto: Peer Grimm (zu dpa 4242 vom 07.08.2006) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Foto: pg

In der großen Koalition werden nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" Pläne nicht weiter verfolgt, zur Verbrechensbekämpfung Fingerabdrücke auf Vorrat zu speichern.

Das habe Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach einer Sitzung der Innenexperten von Union und SPD signalisiert, berichtet die Zeitung in ihrer Dienstagausgabe. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte der Zeitung: "Fingerabdrücke werden nicht auf Vorrat abgespeichert. Die Koalition macht das nicht, weil die SPD nicht mitmacht." Seine Partei habe das Projekt beendet, weil es nicht verfassungskonform sei.

Jetzt werde der Beschluss des Bundeskabinetts umgesetzt, Fingerabdrücke lediglich zur Erstellung von biometrischen Pässen zu verwenden und dann sofort wieder zu vernichten. "Nun wird wie vereinbart der biometrische Pass eingeführt", sagte Wiefelspütz der Zeitung. Die Koalition werde sich auf das Passgesetz in den nächsten Tagen einigen.

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