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Flüchtlinge
05.09.2016

Hunderte protestieren gegen Flüchtlingslager von Calais

Bei Calais haben Fernfahrer den Verkehr gezielt lahmgelegt, sie demonstrieren gegen das Flüchtlingslager "Dschungel".
Foto: Philippe Huguen/afp

Angeführt von der Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, haben Fernfahrer und Einzelhändler eine schnelle Schließung des Flüchtlingslagers "Dschungel" gefordert.

Hunderte Menschen haben am Montag gegen das Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais demonstriert und eine schnelle Schließung gefordert. Fernfahrer fuhren mit dutzenden Lastwagen extra langsam Richtung Calais und verursachten so lange Staus. Zeitgleich versammelten sich hunderte Menschen - vor allem Einzelhändler aus Calais und Hafenarbeiter - zu einer Menschenkette. Angeführt wurden sie von der konservativen Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart.

Im auch als Dschungel bekannten Flüchtlingslager von Calais leben den Behörden zufolge 6900 Flüchtlinge und damit so viele wie nie zuvor seit seiner Entstehung im Frühjahr 2015. Hilfsorganisationen sprechen sogar von mehr als 9000 Bewohnern. Die meisten der Flüchtlinge hoffen, über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu kommen.

Immer wieder stoppen Flüchtlinge vor dem Eingang des Hafens Lastwagen, um an Bord der Fahrzeuge versteckt auf Fähren zu gelangen. Transportunternehmen kritisieren die Zustände schon seit langem als unhaltbar. Einzelhändler in Calais fürchten negative Auswirkungen auf ihr Geschäft. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte Ende vergangener Woche eine Schließung des Lagers an, nannte aber keinen präzisen Zeitplan. afp

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