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Flüchtlingskrise: Die EU ist so schlau wie zuvor

Flüchtlingskrise: Die EU ist so schlau wie zuvor
Kommentar Von Detlef Drewes
02.03.2020

In Europa gibt es heute weder eine Willkommenskultur, noch ein Konzept für die Migration. Warum EU-Türkei-Deal trotzdem richtig war.

Das Jahr 2015 wiederholt sich nicht. Als die Opfer des syrischen Stellvertreter-Krieges vor fünf Jahren in Richtung Europa flohen, gab es andere Stimmen. Da war nicht – wie jetzt in der Frontex-Analyse – von „Massenmigrationsströmen“, sondern von Hilfesuchenden die Rede. Da fanden etliche tausende jener Vertriebenen eine Heimat, ehe die Stimmen nach Abschottung die Oberhand gewannen.

Flüchtlingskrise: Europa muss Migranten aufnehmen

Nun aber ist von Solidarität für Griechenland und Bulgarien die Rede, nicht aber von Willkommenskultur. Dabei wissen die EU-Mitgliedstaaten, dass sie eine humanitäre Katastrophe provozieren, wenn sie sich nicht zumindest zur Aufnahme derer entschließen, die der türkische Präsident für seine Machtpolitik instrumentalisiert.

Jeder ahnte, dass der EU-Türkei-Deal ein Pakt war, der die Gemeinschaft erpressbar machen würde. Trotzdem war er richtig. Nicht zuletzt deshalb, weil er der Union eine Atempause verschaffte, um eine Lösung zu finden. Doch ein Teil der Mitgliedstaaten blockierte, der andere Teil ließ sich ausbremsen. Und so stehen heute wieder Flüchtlinge vor den Toren der EU – und niemand weiß, was er mit ihnen machen soll.

Flüchtlingskrise: Die EU ist so schlau wie zuvor

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