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Flutkatastrophe im Juli
25.11.2021

Untersuchungsausschuss befragt erste Zeugen – auch Wetterexperten Kachelmann

Auch Monate nach der Flutkatastrophe ist in den zerstörten Orten im Ahrtal noch keine Normalität eingekehrt.
Foto: Boris Roessler, dpa

Am Freitag befragt der Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe im Sommer erste Zeugen. Dazu zählt der Wetterexperte Jörg Kachelmann

Die zerstörerische Flut im Sommer diesen Jahres in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kostete rund 190 Menschen das Leben und richtete Milliardenschäden an. Nun arbeitet ein Untersuchungsausschuss des Landtages die Hochwasserkatastrophe von einem Untersuchungsausschuss auf. Das Gremium tagt am Freitag bereits zum dritten Mal, dieses Mal werden die ersten Zeugen dazu befragt.

Flutkatastrophe: Jörg Kachelmann als Zeuge

Als einer der ersten Zeugen soll der Wetterexperte Jörg Kachelmann am Freitagnachmittag im Untersuchungsausschuss zur verheerenden Flut in Nordrhein-Westfalen angehört werden. Kachelmann hatte am Mittag des 13. Juli auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gewarnt, es werde "womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten". Bereits in der folgenden Nacht kam es zu den ersten Überschwemmungen. Vor der Befragung Kachelmanns soll die Hydrologie-Professorin Hannah Cloke aus Großbritannien im U-Ausschuss befragt werden. Die Wissenschaftlerin von der Universität in Reading hatte an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS mitgewirkt. Nach der Flutkatastrophe hatte sie den deutschen Behörden „monumentales“ Systemversagen vorgeworfen.

Video: AFP

Untersuchungsausschuss im Landtag plant öffentlichen Bericht

Der Untersuchungsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen soll mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der Landesregierung und nachgeordneter Behörden in Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser von Mitte Juli untersuchen. Allein in NRW kamen dabei 49 Menschen ums Leben. Das Land wird von einer Regierung aus CDU und FDP geführt. Das Untersuchungsgremium der Flutkatastrophe kam mit den Stimmen der Oppositionsabgeordneten von SPD und Grünen zustande. Kommendes Jahr, im Frühjahr 2022, erwartet der Landtag einen öffentlichen Bericht über die Erkenntnisse, die bis dahin vorliegen. Auch der ehemalige Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet soll als Zeuge im Untersuchungsausschuss aussagen. Im Mai 2022 sind Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen.

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