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Menschenhandel

13.10.2014

Freier von Zwangsprostituierten sollen künftig bestraft werden

Menschenhandel und Prostitution gehören zusammen. Opfer sind in Europa jedes Jahr bis zu 140 000 Menschen - mehr als 80 Prozent von ihnen Frauen, die zur Sex-Arbeit gezwungen werden.
Bild: Marijan Murat (dpa)

Freier sollen künftig bestraft werden, wenn sie wissentlich die Lage von Zwangsprostituierten ausnutzen. Darauf haben sich Union und SPD laut einem Medienbericht geeinigt.

Freier von Zwangsprostituierten sollen künftig bestraft werden. Darauf hat sich offenbar die Große Koalition geeinigt. Das Strafmaß sei noch unklar, das Bundesjustizministerium werde nun einen entsprechenden Straftatbestand erarbeiten, berichtet der Kölner Stadtanzeiger.

Die Freierbestrafung war bis zuletzt umstritten in der großen Koalition. Für die Union zählte die Verschärfung zu den Kernforderungen bei der Reform des Prostitutionsgesetzes. Die SPD hatte sie als kontraproduktiv abgelehnt. Auch Justizminister Heiko Maas (SPD) war lange Zeit skeptisch.

Freier von Zwangsprostituierten sollen bestraft werden

Unionsfraktionsvize Thomas Strobl zeigte sich zufrieden mit der Einigung. "Mit der Bestrafung von Freiern von Zwangsprostituierten werden wir den Menschenhandel zumindest teilweise "austrocknen", können. Unsere Rechtsordnung muss klar und deutlich machen: Ein solches Verhalten geht gar nicht", sagte der CDU-Politiker dem Blatt.

Die SPD hatte argumentiert, dass Experten von Polizei, Justiz und Frauenberatungsstellen eine Bestrafung von Freiern ablehnen, da diese wichtige Partner bei der Bekämpfung von Zwangsprostitution sein könnten. Strobl erklärte dazu: "Hilft der Freier der Zwangsprostituierten und erstattet Anzeige, wird er nicht bestraft." afp

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