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Genossen bilden Anti-Merkel Arbeitsgrupp
21.12.2007

Die SPD will eine Kampagne gegen die Kanzlerin starten

Fällt ihr der Koalitionspartner mächtig in den Rücken? Der skeptische Blick von Angela Merkel scheint jedenfalls angebracht angesichts der neuen Pläne der SPD.

Für die SPD ist sie Koalitionspartnerin und Hindernis in einem: Angela Merkel. Nun greifen die Genossen zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Sie bilden einen Arbeitsgruppe - gegen die Kanzlerin.

Berlin (ddp). Für die SPD ist sie Koalitionspartnerin und Hindernis in einem: Angela Merkel. Nun greifen die Genossen zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Sie bilden eine Arbeitsgruppe - gegen die Kanzlerin.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die Mitglieder der Gruppe sollen Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf 2009 "entzaubern".

Dem Magazin zufolge sehen die Sozialdemokraten in Merkel das größte Hindernis zu einem Wahlerfolg. Erwogen werde unter anderem, der Kanzlerin Führungsschwäche und mangelnden Einsatz für Arbeitnehmerrechte vorzuhalten. Eine Sprecherin der SPD-Fraktion wollte den Bericht nicht kommentieren.

Dem Magazin zufolge wird zudem diskutiert, ob ein sogenanntes "negative campaigning" nach dem Vorbild US-amerikanischer Wahlkämpfe zum Erfolg führen könnte. Dabei werde der Gegner direkt und persönlich attackiert und auch sein Privatleben thematisiert. Strategen der US-Demokraten hätten diesen Ansatz dem Arbeitsgruppenmitglied Karl Lauterbach bei Gesprächen in den USA empfohlen. Die interne Arbeitsgruppe der Fraktion sei als Ergänzung zu den Wahlkampfvorbereitungen der SPD-Zentrale gedacht. Dort sei Generalsekretär Hubertus Heil für die Planung zuständig.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete "die geplante Schmutzkampagne" als "Akt der Hilflosigkeit". "Die SPD verzweifelt daran, dass die Bundeskanzlerin einen Bombenjob macht", konstatierte Pofalla. Eine solche Kampagne falle auf den Urheber zurück. "Wer mit Dreck wirft, macht sich am Ende nur selber schmutzig und hat offenbar keine eigenen Konzepte."

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