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Ermittlungen

22.06.2017

Gescheiterter Brüssel-Anschlag: Festgenommene wieder frei

Im Brüsseler Zentralbahnhof explodiert ein Sprengsatz: Nach bisherigem Ermittlungstand wollte ein Mann in einer Menschenmenge einen mit Nägeln und Gasflaschen gefüllten Koffer zur Explosion bringen. Es gab zwar zunächst eine kleine und anschließend eine etwas größere Explosion. Dabei wurde aber niemand verletzt.
Bild: Remy Bonnaffe (dpa)

Brüssel (dpa) - Nach dem gescheiterten Terroranschlag am Brüsseler Zentralbahnhof haben die belgischen Behörden Häuser durchsucht und vier Menschen zeitweise festgenommen.

Diese kamen allerdings nach intensiven Verhören ohne Anklage wieder frei, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Details gab die Behörde nicht preis. Den bisherigen Ermittlungen zufolge wollte ein 36 Jahre alter Marokkaner am Dienstagabend in einer Gruppe von Reisenden einen mit Nägeln und Gasflaschen gefüllten Koffer in die Luft sprengen. Es gab zwar zunächst eine kleine und anschließend eine etwas größere Explosion. Dabei wurde aber niemand verletzt.

Der Attentäter war im Zentralbahnhof in der Innenstadt von Sicherheitskräften getötet worden, als er sich ihnen "Allahu akbar" (Gott ist groß) schreiend genähert hatte. Den Ermittlern zufolge sympathisierte er nach ersten Hinweisen mit der Terrororganisation Islamischer Staat. Brüssel war bereits mehrfach von Anschlägen erschüttert worden.

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