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Geschichte
30.06.2014

Leipziger Nikolaikirchen-Pfarrer Christian Führer ist tot

Der einstige Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig, Christian Führer ist tot.
Foto: Hendrik Schmidt/Archiv (dpa)

Der frühere Leipziger Nikolaikirchen-Pfarrer Christian Führer, Schlüsselfigur der friedlichen Revolution in der DDR, ist tot.

Der 71-Jährige starb am Montag nach schwerer Krankheit in Leipzig. Führer war einer der wichtigsten Akteure des Herbstes 1989 in der DDR. Als Pfarrer öffnete er damals die Nikolaikirche für Friedensgebete und Gesprächskreise. Die Kirche war einer der Ausgangspunkte der Montagsdemonstrationen, die das Ende der DDR einläuteten.

Führer war am Montagmorgen in die Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig gebracht worden. "Leider konnte hier trotz aller ergriffenen Maßnahmen nur noch der Tod festgestellt werden", teilte die Klinik mit.

Der 71-Jährige war schon länger schwer krank und lebte zuletzt sehr zurückgezogen. Vorige Woche wurde ihm zusammen mit Weggefährten des Herbstes 1989 der Deutsche Nationalpreis verliehen. Zur Übergabe des Preises konnte er nicht mehr selbst nach Berlin reisen. Seine Tochter nahm die Auszeichnung für ihn entgegen.

Christian Führer war seit 1980 Pfarrer der Kirche St. Nikolai, der größten Kirche in der Stadt Leipzig. 2008 ging er in den Ruhestand. Damals verabschiedete er sich mit einem traditionellen Friedensgebet von seiner Gemeinde. (dpa)

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