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Gesundheitsversorgung: Geld darf nicht alles sein

Gesundheitsversorgung: Geld darf nicht alles sein
Kommentar Von Bernhard Junginger
15.07.2019

Eine Studie fordert, für eine bessere Gesundheitsversorgung jede zweite Klinik in Deutschland zu schließen. Die Leidtragenden könnten Pflegebedürftige und chronisch Kranke sein.

Ein Kahlschlag in der Krankenhauslandschaft, wie ihn die Autoren der Bertelsmann-Studie fordern, wäre verheerend für die medizinische Versorgung in Deutschland. Es mag einleuchtende wirtschaftliche Gründe für den Vorstoß geben. Geld aber darf im Gesundheitswesen eben nicht alles sein. Im Mittelpunkt muss der Patient stehen.

Auf dem Land sind bereits viele Krankenhäuser geschlossen worden

Die Autoren der Studie sprechen durchaus wichtige Punkte an. Es stimmt, dass auch beim Operieren die Übung den Meister macht und die Spezialisierung von Kliniken sinnvoll sein kann. Ebenso mag es gerade in manchen Städten zu viele Kliniken geben. Auf dem Land dagegen sind bereits in den vergangenen Jahren viele Häuser geschlossen worden, weil sie nicht profitabel genug waren.

In der Diskussion um gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Metropolen und ländlichen Räumen muss es aber auch um die medizinische Grundversorgung gehen. Wenn die Politik von „abgehängten Regionen“ spricht, in denen es kaum noch Ärzte gibt, dann darf dort nicht auch noch den letzten Kliniken der Garaus gemacht werden. Sonst wären vor allem ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen die Leidtragenden.

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