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Berlin

21.11.2019

Greenpeace montiert das "C" von der CDU-Parteizentale ab

Greenpeace-Aktivisten klauten der CDU-Parteizentrale in Berlin den ersten Buchstaben.
Foto: Paul Zinken, dpa

Greenpeace-Aktivisten montierten das "C" an der CDU-Parteizentrale in Berlin ab. Eine Aktion, um "gegen die desaströse Umwelt- und Klimapolitik" zu demonstrieren.

Die CDU-Parteizentrale in Berlin war am Donnerstagmorgen um einen Buchstaben ärmer. Greenpeace-Aktivisten haben den ersten - zwei Meter hohen Buchstaben - von der Fassade des Konrad-Adenauer-Hauses abmontiert. Mit dieser Aktion wollten die Klimaschützer gegen die Umweltpolitik der Partei demonstrieren. "Die CDU kann nicht ewig vom Bewahren der Schöpfung sprechen, ohne auch etwas dafür zu tun", sagte Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann. Die Umweltorganisation kritisierte damit das kürzlich vorgelegte Klimapaket der CDU, das nach Ansichten von Greenpeace nicht die nötigen Maßnahmen enthält. Was an der Parteizentrale übrig blieb, war ein "DU", dass um den Schriftzug "sollst das Klima schützen" ergänzt wurde.

CDU möchte mit Klimaschutz-Paket Klimaziele für 2030 erreichen

Union und SPD wollen mit dem Klimaschutzpaket sicherstellen, dass Deutschland sein Klimaschutzziel für das Jahr 2030 einhält. Im Vergleich zu 1990 sollen 55 Prozent an Kohlenstoffdioxid-Emissionen eingespart werden. Die Ziele für 2020 werden aller Voraussicht nach verfehlt. Dabei geht es um die Einsparung beim Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Ein wesentlicher Baustein des nun beschlossenen Pakets ist das Klimaschutzgesetz. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte, damit bekomme Deutschland einen verbindlichen Fahrplan und klare Regeln: "Klimaschutz wird endlich für alle verbindlich." Mit dem Gesetz werde jedes Ministerium zum "Klimaschutzministerium".

Der Bund möchte 2020 sieben Milliarden Euro in den Klimaschutz investieren. Große Brocken dabei gehen in die Förderung des Baus klimafreundlicher Häuser, in die Ertüchtigung der Bahn sowie die Entlastungen der Bürger beim Strompreis. Angesichts der von der Großen Koalition ausgerufenen Klimawende reicht das den Grünen bei weitem nicht aus. "Union und SPD nutzen die Chancen nicht, die Klimaschutz für nachhaltigen Wohlstand und zukunftsfähige Jobs bedeutet", sagte die Grünen-Haushaltsexpertin Ekin Deligöz unserer Redaktion.

Greenpeace kritisiert schwaches Maßnahmenpaket

"Das schwache Klimapaket hat diesen politischen Etikettenschwindel endgültig auffliegen lassen. Die CDU muss zum C in ihrem Namen stehen, in dem sie ein starkes neues Klimapaket schnürt, mit dem Deutschland die Pariser Klimaziele einhalten kann", forderte Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann. Das C steht für Greenpeace gleichbedeutend mit dem Klimaschutz - "ehemals bekannt als die bessere Hälfte der CDU", schreiben die Aktivisten auf Twitter. Unter dem Hashtag #DUohneC fahren sie mit dem zwei Meter großen Buchstaben durch ganz Berlin. "Ich mache Schluss! Diese Beziehung war schon lang nicht mehr gut. DU hat mich nicht verdient", steht über dem ersten Beitrag. Zu sehen ist ein Mann, der den Buchstaben auf seinem Rücken wegträgt. " Auf dem Fahrrad ging es schließlich umweltfreundlich weiter durch die Straßen der Landeshauptstadt.

 

Eine ähnliche Aktion führte Greenpeace Anfang November in München durch. Aktivisten ändern das Logo der CSU zu SUV. (gst)

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