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Großbritannien-Wahl
09.06.2017

Kommentar: Theresa May ist krachend gescheitert

Die konservative Partei von Premierministerin Theresa May hat nach Angaben der BBC die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus verloren.
Foto: Ben Stansall, afp

Theresa May versprach eine "starke und stabile" Führung in Zeiten von Brexit und Terror - aber bei den britischen Wählern zog das nicht.

Schon wieder erschüttert ein politisches Erdbeben Großbritannien. Nach dem Brexit-Votum vor knapp einem Jahr verlieren die Konservativen entgegen aller Prognosen die absolute Mehrheit. Es ist Theresa Mays Niederlage (hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im Live-Blog).

Die konservative Regierungschefin hat nicht aus den Fehlern ihres Vorgängers gelernt. Wie Ex-Premier David Cameron, der leichtfertig ein EU-Referendum angesetzt und dann krachend verloren hat, rief die Konservative entgegen früherer Beteuerungen ohne Not Neuwahlen aus. Angesichts des überwältigenden Vorsprungs vor der Opposition konnte der Machtmensch May der Versuchung nicht widerstehen. So wollte sie sich ein eindeutiges Mandat beschaffen, der Labour-Partei, die sich im Umfragetief auf dem Weg der Selbstzerfleischung befand, eine demütigende Niederlage zufügen und einen historischen Sieg einfahren, um die Opposition während der anstehenden Brexit-Verhandlungen praktisch zu entmachten.

Terror brachte May weiter unter Druck

Nun wurde sie für ihren Hochmut abgestraft. Aber vor allem für ihren entsetzlichen Wahlkampf, der eine einzige Beleidigung für jeden Wähler und Beobachter war. Sie bot kaum mehr als leere Slogans und ließ es als Spitzenkandidatin an Charisma, Empathie und einem guten Programm missen. Die Kampagne war komplett auf ihre Person ausgerichtet, allein das ein Riesenfehler angesichts ihrer mangelnden Fähigkeiten als Wahlkämpferin.

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Dann erschütterten zwei Terroranschläge das Königreich und plötzlich geriet die Regierungschefin weiter unter Druck, weil sie in ihrer sechsjährigen Amtszeit als Innenministerin rund 20.000 Polizeistellen gestrichen hatte.

May schien sich nie wohl in ihrer Haut zu fühlen, wirkte verkrampft und patzte ein ums andere Mal. Sobald sie in Kontakt mit Menschen kam, wurde es unangenehm – nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Zuschauer. Eine direkte TV-Debatte mit ihrem Herausforderer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei lehnte sie ab, die Briten nahmen ihr das zurecht übel. Wie sollte sie "stark und stabil" gegenüber den EU-Mitgliedstaaten auftreten, wenn sie sich sogar einer Konfrontation mit ihrem Kontrahenten entzieht?

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Tories noch immer stärkste Partei im Unterhaus

Den Briten läuft nun die Zeit davon. Es war ein schierer Wahnsinn von May, im März Artikel 50 des Lissabonner Vertrags auszulösen und damit den auf zwei Jahre befristeten Austrittsprozess in Gang zu setzen, nur um dann überraschend eine Wahl auszurufen, die noch dazu keiner wollte.

Aber ihr Vorsprung betrug mehr als 20 Prozentpunkte. Der angepeilte Erdrutschsieg schien reine Formsache. Auch wenn die Tories noch immer die stärkste Partei im Unterhaus stellen, ist das Ergebnis eine Schlappe für die Konservativen, von der sich vor allem die Premierministerin wohl nie mehr erholen können wird. Auf der Insel übernimmt nun eine alles andere als "starke und stabile" Regierung die Geschäfte und das ausgerechnet wenige Tage vor dem Start der Brexit-Verhandlungen.

Mays Position gegenüber den übrigen 27 Mitgliedstaaten der EU könnte nicht schlechter sein. Statt mit einer überwältigenden Mehrheit im Rücken ihren eingeschlagenen Brexit-Kurs durchziehen zu können, wird sie vor jedem Kompromiss, den sie mit Brüssel eingeht, die Opposition zu Rate ziehen müssen. Ein harter Bruch mit Brüssel ist so in weite Ferne gerückt. Vielmehr muss die Regierung angesichts der marginalen Mehrheit im Parlament einen nationalen Konsens für den EU-Ausstieg finden. Dieser dürfte weit proeuropäischer ausfallen als viele der EU-skeptischen Abgeordneten sich das ausgemalt hatten.

Zorn der Tories wird sich in voller Härte auf May entladen

Heute wird Theresa May vor die Nation treten und ihr Debakel erklären müssen. Vielleicht tritt sie zurück. Vielleicht auch nicht. Sie mag fürs Erste Premierministerin bleiben, geht jedoch massiv geschwächt aus dieser Wahl hervor. Der Zorn der Tories wird sich in voller Härte auf ihr entladen. Keine andere Partei geht so schonungslos mit ihren Vorsitzenden um, wenn diese nicht in ihrem Sinne abliefern. Und von May hatten die Konservativen nichts anderes erwartet als einen historischen Erfolg und die endgültige Zerstörung der Labour-Partei.

Werden hinter den Mauern von Westminster bereits Pläne geschmiedet, wie und wann Theresa May geschasst wird? Davon kann man ausgehen, nachdem die Regierungschefin in den vergangenen Monaten ihre Minister immer wieder öffentlich gedemütigt oder mit Kehrtwenden bloßgestellt hat.

May hat hoch gepokert und ist krachend gescheitert. Dafür hat der Alt-Linke Jeremy Corbyn gezeigt, dass er entgegen aller Vorhersagen mit authentischem Auftritten, einem Fokus auf Inhalte und einer positiven Kampagne die Menschen für Politik begeistern konnte. Trotzdem, das große Problem im Königreich bleibt bestehen: Jung gegen Alt. Süd gegen Nord. Brexit-Anhänger gegen EU-Freund. Stadt gegen Land – das Land ist gespaltener denn je. Das hat diese Wahl mehr als alles andere gezeigt.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Umfrageinstitut Civey zusammen. Was es mit den Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.06.2017

Hat man eine Mehrheit gewonnen ist man nach deutscher Presse "krachend" gescheitert. OK - die absolute Mehrheit ist beim Teufel und man hat Stimmen verloren und man besitzt die stärkste Fraktion... .

Übrigens "man" = Konservative

09.06.2017

Hochmut. Das Wort passt.

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Eine hochmütige Regierungs-Chefin. Und eine Konservative Partei, von der die AA-Autorin Pribyl meint, diese hätte den Auftrag in die Hände von May gelegt, die Labour-Party „endgültig zu zerstören“.

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Welch eine Anmaßung!

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Wir hatten doch gerade erst den Fall, dass ein amerikanischer Präsident es wohl als seine Aufgabe ansieht, mit seiner Abriss-Kompetenz als Bauunternehmer, die dortige Konkurrenz-Partei in den Orkus zu schicken. Und seine Partei ließ und lässt ihn gewähren.

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Auch in den USA ist die Frage: was bleibt bzw. soll bleiben im gesellschaftlich politischen Rahmen. Oder ist der Sinn doch nur, die Zerstörung der gesellschaftlichen Grundstruktur. Mit anderen Worten: das politische Ausradieren seiner Vorgänger?

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Und bei uns stehen in nicht einmal 4 Monaten Bundestagswahlen an. Und auch hier ist m.E. nach Hochmut längst etabliert. Da wird ein Kanzlerkandidat in Kübel voller Hochmut versenkt. Auch von angeblich seriösen Journalisten. Die aber in der überwiegenden Mehrheit einer Kanzlerin in peinlicher Anbetung verfallen sind.

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So wie in Großbritannien der wackere Corbyn letztlich öffentlich verachtet wurde. Und in den USA der wackere Bernie Sanders. Beide auch in ihren jeweiligen Parteien. Man hat beide nicht für voll genommen. Untauglich, zu alt, und dann eben auch: zu links.

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Politik beinhaltet wohl heutzutage keinen Respekt mehr. Nicht für Jeden.

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So wurschtelt also eine Partei die Zeit bis zur Wahl am 24.9.2017 ab. Und arbeitet gegen ihren eigenen Kandidaten, indem sie in hochstaplerischer Manier ihn zum potentiellen Bundeskanzler ausruft. Wohl wissend, dass die eigenen Ausschlusskriterien im Umgang mit den Mitbewerber-Parteien dies von vornherein nicht zulassen.

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Hochmut, in diesem Fall mit Feigheit gepaart.

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NUR:

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Man bedenke, dass Hochmut vor dem Fall kommt. In den USA hat es die demokratische Partei erlebt (gelernt?).

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Und nun in Großbritannien Th. May und die Konservativen. Und der verachtete Corbyn hat sich wahrlich Respekt verdient.

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Und in Deutschland? Eine Kanzlerin, die in drei Regierungen erwiesener Maßen versagt hat. Für nichts zuständig. Andere haben ihre Versagens-Liste hier mehrfach veröffentlicht. Ich begnüge mich deshalb mit ihrem desaströsen Ausstieg aus der Atomernergie. Ihrem Desinteresse an der zu Boden sinkenden Bundeswehr und an der bundesdeutschen Schuldenrate, die in ihrer Amtszeit um ca. 600 Milliarden € gestiegen ist. Und doch liegt die Infrastruktur dieser Bundesrepublik am Boden.

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Nein, ich muss doch noch anfügen ihr unglaubliches Versagen in der Schaffung der notwendigen Verwaltung in Sachen Flüchtlinge.

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Die Dame war und ist nicht lernfähig und hat einfach keine Lust, Politikfelder abzuarbeiten.

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Doch, wie war das doch noch gleich mit dem Hochmut?: Hochmut kommt vor dem Fall.

09.06.2017

"Aber vor allem für ihren entsetzlichen Wahlkampf, der eine einzige Beleidigung für jeden Wähler und Beobachter war. Sie bot kaum mehr als leere Slogans und ließ es als Spitzenkandidatin an Charisma, Empathie und einem guten Programm missen . . ."

Nachdenkenswert, dass mir beim Lesen dieser beiden sehr zutreffenden Sätze unsere "mächtigste Frau der Welt" einfiel, deren nichtssagendes Geschwafel ebenfalls "eine einzige Beleidigung für jeden Wähler" und Zuhörer ist. Es ist zu hoffen, dass auch die Deutschen noch rechtzeitig vor der Wahl aufwachen und die Für-Nix-Verantwortliche u. -Zuständige Mutti samt ihren Totalversagern und Milliarden-Vernichtern Schäuble/Spahn (Cum-ex-Skandal), Dobrindt (Diesel-Gate) und von der Leyen (Bundeswehr-Zustand und -Pannen) dorthin schicken, wo sie längst hingehören - in die Wüste.

09.06.2017

Das kannst du vergessen. Da sind die Deutschen viel zu träge. Egal mit wem man zur Zeit redet, die Meinung ist immer die Gleiche: Ja, die Merkel hat richtig Sch...e gebaut und einfach so 2 Millionen Muslime ins Land gelassen. Aber alle sagen: Wen soll man denn sonst wählen? Diejenigen, die richtig enttäuscht sind, gehen nicht zur Wahl. Auf die Idee, aus Protest eine andere Partei zu wählen, kommt keiner!! Wenn z.B. die AfD bei der Bundestagswahl 15% bekäme, würde die Merkel ruckzuck von ihren eigenen Leute abgesägt werden.

09.06.2017

Aber alle sagen: Wen soll man denn sonst wählen?

Ich hätte da einen Tipp (er besteht aus 2 Teilen) an den ich mich selbst auch halte:

Erstens: Wählen, was Merkel und ihre Gurkentruppe am meisten ärgert.

Zweitens: Es muss nicht unbedingt die AfD sein . . .