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Gute Familienpolitik verhilft Kindern zu besseren Chancen

Kommentar Von Bernhard Junginger
21.01.2020

Ganztagsbetreuung rechnet sich auch für den Staat. Doch dem muss es um mehr als um eine Kosten-Nutzen-Rechnung gehen.

Es ist gut, dass sich der Staat zur Ganztagsbetreuung an Grundschulen bekennt. Solche Angebote schaffen die Grundlage dafür, dass Familie und Beruf besser unter einen Hut gebracht werden können.

So profitiert die ganze Gesellschaft: Wenn mehr Menschen arbeiten, steigen Kaufkraft und Steuereinnahmen, während Transferleistungen sinken und der Fachkräftemangel eingedämmt wird. Die Rechnung darf aber nicht auf Kosten der Kinder gehen.

Betreuungsangebote können Unterschiede in der Chancengerechtigkeit ausgleichen

Es wäre schlimm, wenn bei der Ganztagsbetreuung die reine Verwahrung stünde. Die Betreuungsangebote müssen so ausgebaut werden, dass sie auch die Chancengerechtigkeit erhöhen. In Deutschland hängt der schulische – und damit auch der spätere berufliche – Erfolg eines Kindes zu stark vom Elternhaus ab.

Über gute Angebote der Ganztagesbetreuung ließe sich das ausgleichen. Es muss eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung stattfinden, wenn nötig auch Nachhilfe. Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, ein Instrument zu lernen, Sport zu machen oder Theater zu spielen. Das kostet viel Geld. Doch jeder Euro, der Kindern zu besseren Chancen im Leben verhilft, ist gut angelegt.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Studie zeigt: Kinderbetreuung bringt dem Staat Milliarden

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