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16.11.2017

Hat Moskau den Brexit manipuliert?

Warnt Moskau vor Einflussnahme: Premierministerin Theresa May.
Bild: afp

Premierministerin May warnt Russland

Am Tag, an dem Millionen Briten in die Wahllokale strömten und über die Zukunft des Königreichs abstimmten, tauchten auch massenhaft Nachrichten von unbekannten Nutzern via Twitter auf. Die meisten warben für den Brexit, stammten aber keineswegs von Landsleuten auf der Insel. Am 23. Juni 2016 entschied sich die Mehrheit der Wähler für den EU-Austritt. Bekamen die Europaskeptiker Schützenhilfe aus Russland?

Laut einer noch nicht veröffentlichten Studie von der Swansea Universität und der University of California, Berkeley, wurden am Tag des Referendums und jenem danach innerhalb von 48 Stunden fast 45000 Nachrichten von russischen Twitter-Konten abgesetzt. Analysen legen laut der Zeitung The Times nahe, dass die Tweets hunderte Millionen Male gesehen wurden. Hatten sie damit Einfluss auf das Ergebnis? Einem der Autoren der Studie zufolge lautet die Antwort: Ja.

Bereits am Montag wandte sich Premierministerin Theresa May bei einem Bankett in der City of London mit überraschend deutlichen Worten an Russland. So warf sie der Regierung in Moskau vor, sich illegitimerweise in Wahlen einzumischen und westliche Gesellschaften mit Hackerangriffen und „fake stories“ destabilisieren zu wollen. Die Botschaft der konservativen Regierungschefin: „Wir wissen, was Sie tun. Und Sie werden keinen Erfolg damit haben.“

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