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Iran als gemeinsamer Feind

28.02.2017

Israel schlägt Golfstaaten Nato-ähnliche Allianz vor

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman schlägt den Golfstaaten eine Nato-ähnliche Allianz vor.
Bild: Tobias Hase (dpa)

Israel hat den sunnitischen arabischen Staaten wie der Golfmonarchie Saudi-Arabien die Bildung eines Verteidigungsbündnisses nach Nato-Vorbild vorgeschlagen. Als gemeinsamer Gegner wurde der schiitische Iran identifiziert.

"Es ist Zeit, öffentlich ein formelles Bündnis zu bilden, eine Koalition aller gemäßigten Kräfte im Nahen Osten gegen den Terror", sagte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman der "Welt". Über ein solches Bündnis wird auch in den USA diskutiert.

Die "gemäßigten" sunnitischen Staaten hätten verstanden, dass "die größte Gefahr für sie nicht Israel" oder der Zionismus sei, "sondern der Iran", sagte Lieberman. "Ich glaube, die gemäßigten arabischen Staaten brauchen Israel für ihr Überleben mehr, als Israel sie braucht. Es sollte nicht nur um eine unausgesprochene Allianz gehen."

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"Wenn es eine echte Koalition gibt, dann haben Sie auch echte Verpflichtungen", sagte Lieberman. Die Nato beruhe auf dem Prinzip, dass jedes Land bereit sei, "alle anderen zu schützen, und von allen anderen beschützt" werde. Israel sei ein starkes Land und könne sich selbst schützen. Es könnte aber arabischen Verbündeten helfen: "Sie haben sonst keine vergleichbaren Kapazitäten - weder in der Terrorbekämpfung, noch in der militärischen Erfahrung, der Forschung, oder in gewissen anderen sensiblen Bereichen."

Den Europäern warf Lieberman eine einseitig propalästinensische, "sehr kontraproduktive" Nahost-Politik vor. "Der beste Beitrag, den Europa in diesem Konflikt leisten kann, ist, den Nahen Osten einfach zu vergessen", sagte er. "Wir brauchen keinen Vermittler, um mit unseren Nachbarn zu reden."

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