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Käuflicher Sex
16.05.2014

Bundesregierung will Prostitutionsgesetz verschärfen

Das Prostitutionsgesetz von 2002 sollte die Lage von Prostituierten in Deutschland eigentlich verbessern. Doch der Schuss ging nach hinten los, sagen Kritiker.
Foto: Tim Brakemeier, dpa

Das Prostitutionsgesetz von 2002 sollte die Lage von Prostituierten in Deutschland eigentlich verbessern. Doch der Schuss ging nach hinten los, sagen Kritiker.

Vor zwölf Jahren wollte die damalige rot-grüne Bundesregierung käuflichen Sex aus der dunklen Ecke holen. Das Prostitutionsgesetz, das 2002 in Kraft trat, sollte Missstände beheben. Zuvor galt Prostitution als sittenwidrig, die Vereinbarungen zwischen den Frauen und ihren Freiern als nichtig. Rechtlich und sozial standen Prostituierte schlecht da, denn sie konnten nicht in die Sozialkassen einzahlen oder ihren Lohn einklagen. Das neue Gesetz sollte das möglich machen.

Am Ende habe es aber vor allem den Freiern geholfen, beklagen Polizisten, Hilfsorganisationen und Feministinnen. Die Zeitschrift "Emma" schreibt auf ihrer Homepage, Prostituierte seien immer noch selten sozialversichert. Dafür seien seit 2002 allerorten Bordelle aus dem Boden geschossen. "Prostitution ist in Deutschland schließlich nicht nur legal, sondern auch normal geworden."

Die heutige schwarz-rote Regierung plant, das Gesetz zu verschärfen. Mit der Reform will sie Menschenhandel und Zwangsprostitution bekämpfen. Das Gesetz von SPD und Grünen habe gerade diese Probleme verschlimmert, sagen Experten und führen oft eine EU-Studie ins Feld.

"Die Daten zeigen, dass in Ländern, in denen die Prostitution nicht gesetzlich verboten ist, mehr Fälle von Menschenhandel erfasst werden", sagt einer der Autoren, der Wirtschaftswissenschaftler Axel Dreher von der Universität Heidelberg. Er und seine Kollegen gehen von folgendem Zusammenhang aus: Ist Prostitution in einem Land legal, gibt es dort insgesamt mehr Prostitution und damit auch mehr Frauen, die ihren Körper unter Zwang verkaufen.

Andere Experten werfen ein, die Lage von Zwangsprostituierten sei von vielen Faktoren abhängig - nicht nur von einem Gesetz. Die EU-Osterweiterung könnte etwa eine Rolle spielen, da viele Opfer aus Rumänien oder Bulgarien stammen. In den vergangenen zwölf Jahren sei es zudem einfacher geworden, Sex über das Internet zu bestellen. 2013 antwortete die damalige schwarz-gelbe Regierung auf eine kleine Anfrage der Grünen, ein Zusammenhang zwischen dem Gesetz und Menschenhandel sei nicht eindeutig nachgewiesen.

Vor allem die Prostituiertenverbände sehen hinter den Unions-Plänen die Absicht, die Frauen zu kontrollieren und zu gängeln. Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen erklärt: "Das Prostitutionsgesetz von 2002 krankte nicht an der grundsätzlichen Richtung, sondern an mangelnder Konsequenz und Umsetzung."  dpa

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