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Kanada
13.07.2021

Kindergräber-Funde: Stille Zeugen einer brutalen Vergangenheit

Eine Mahnwache – an jenem Ort auf dem Gebiet der früheren „Marieval Indian Residential School“, an dem hunderte Gräber gefunden wurden. Jede Grabstelle ein Fähnchen, dazu eine Solarlampe.
Foto: Mark Taylor, dpa

Plus Die Entdeckung hunderter unmarkierter Gräber legt eines der dunkelsten Kapitel kanadischer Geschichte offen. Warum nun Papst Franziskus offiziell um Entschuldigung bitten soll.

Vivian Ayoungman sitzt mit ihrer Schwester Angeline auf der Treppe, die in die frühere „Old Sun Indian Residential School“ führt. Neben den Frauen, die der Siksika First Nation in Kanada angehören, liegen dutzende Stofftiere. Sie wurden im Gedenken an die Kinder niedergelegt, die in diese und andere Schulen gingen – und das nicht überlebten. In den vergangenen Monaten sind wiederholt Gräber indigener Kinder gefunden worden, hunderte und nicht markiert. Die Gräber der namenlosen Kinder sind stille Zeugen einer brutalen Vergangenheit, von Rassismus und Diskriminierung. Die Funde haben weltweit Schlagzeilen gemacht, sind ein Politikum – und setzen den Papst unter Druck. Er soll jetzt um Entschuldigung bitten. Endlich.

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.07.2021

Es ist schon verwunderlich, daß hier noch von einem "Schulsystem" gesprochen wird. Das ist kein "Schulsystem" sondern eine systematische verbrecherische Einrichtung in der massenhaft Kinder gefoltert und ermordet wurden. Alle Verantwortlichen die noch am Leben sind müssen zur Rechenschaft gezogen werden! In einem "Schulsystem" sterben nicht einfach mal so weit über 3000 Kinder und werden auf dem "Schulgelände" verscharrt. Auch der kanadische Staat muss zur Rechenschaft gezogen werden! Es kann nicht sein, dass man vom Staat aus Kinder aus Familien reißt und dann in derartige Folter und Umerziehubgslager steckt. Bevor Kanada diese kriminelle Geschichte nicht vollständig aufarbeitet, die Verantwortlichen vor Gericht stellt und Wiedergutmachung leistet, hat es keinerlei Recht über andere moralisch zu urteilen. Das ist nichts anderes als was in China gemacht wird. Keinen deut besser.

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