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Umfrage

15.03.2019

Kann AKK wirklich Kanzlerin?

Ihre Beliebtheitswerte sind eingebrochen: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Bild: Stefan Sauer, dpa (Archiv)

Die Beliebtheitswerte für Annegret Kramp-Karrenbauer fallen. Warum die Mehrheit der Deutschen Zweifel an der Eignung von AKK zur Bundeskanzlerin hat.

Es ist die Endzeit der Ära von Angela Merkel als Kanzlerin – aber keiner weiß, wie lange sie dauert. Schon heute lässt Annegret Kramp-Karrenbauer keinen Zweifel daran, dass sie das Kanzleramt im Blick hat. Doch noch muss AKK beweisen, dass sie nicht nur eine Partei führen, sondern dass sie auch Kanzlerin kann. Die Deutschen, so zeigt eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politikbarometer, haben knapp 100 Tage nach dem Amtsantritt der CDU-Vorsitzenden daran große Zweifel.

Nur gut ein Drittel (34 Prozent) aller Befragten hält Kramp-Karrenbauer für geeignet als Bundeskanzlerin, eine Mehrheit von 51 Prozent spricht ihr diese Fähigkeit ab. Selbst von den CDU/CSU-Anhängern zeigt sich nur gut die Hälfte (53 Prozent) davon überzeugt, dass sie Kanzlerin kann, für 38 Prozent bringt sie diese Qualität nicht mit.

Kramp-Karrenbauer weniger beliebt

Kramp-Karrenbauer hat auch die deutlichsten Einbußen bei der Bewertung der zehn wichtigsten und beliebtesten Politiker im März. An der Spitze liegt weiterhin Wolfgang Schäuble, danach folgen Angela Merkel, Robert Habeck und Olaf Scholz. „In den letzten Tagen und Wochen hat Annegret Kramp-Karrenbauer polarisiert, vor allem bei den Anhängern anderer Parteien wird ihre Zustimmung zurückgegangen sein“, sagt Thorsten Faas, Politikwissenschaftler an der FU Berlin.

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„Was man an der deutlichen Veränderung merkt: Ihr Bild ist weniger stark verankert als das Merkels.“ Daher würden ihre Werte stärker auf kritische Medienberichte reagieren.

Chancen und Risiken für AKK

Gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hat sie der Union einen ruhigeren Kurs verordnet. Doch dies bedeutet zugleich, dass AKK außerhalb politisch interessierter Zirkel nur als Schattenriss wahrgenommen wird. Wofür sie steht, worin sie sich von Angela Merkel unterscheidet – das bleibt schwammig. Dies zu ändern, ist mühsam. „Ein vorzeitiger Wechsel im Kanzleramt ist derzeit wenig wahrscheinlich“, sagt Faas. „Also kann sich AKK nur in Arbeitsteilung mit Angela Merkel profilieren.“

Das biete Chancen, weil sie freier agieren kann. Aber eben auch Risiken, weil sich Widersprüche öffentlich sezieren lassen. Auch ihr Wirken an der Parteispitze ist keineswegs unumstritten. Kramp-Karrenbauer trauen 41 Prozent zu, dass sie ihre Partei erfolgreich in die Zukunft führt, 44 Prozent sehen das skeptisch. In den eigenen Reihen trauen ihr 60 Prozent einen Erfolgskurs zu, 31 Prozent haben Zweifel daran.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Auf AKK wartet ein politischer Marathon.

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