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12.02.2018

Kim lädt zum Korea-Gipfel

Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Diktators, mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In.
Bild: afp

Schwester startet Charme-Offensive

Mit einer Charme-Offensive hat Nordkorea am ersten Wochenende der Olympischen Winterspiele in Südkorea Zeichen der Versöhnung gesetzt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ließ seine Schwester eine Einladung an Südkoreas Präsident Moon Jae In zu einem Besuch in Pjöngjang überreichen. Die Reaktionen auf Kims Vorstoß für den ersten Korea-Gipfel seit mehr als zehn Jahren fielen allerdings zunächst verhalten aus.

„Wir hoffen, Sie bald in Pjöngjang zu sehen“, sagte Kims Schwester Kim Yo Jong, als sie dem südkoreanischen Präsidenten am Samstag bei einem Empfang in Seoul einen Brief ihres Bruders überreichte. Pjöngjang setze darauf, dass Präsident Moon auf dem Weg zur Wiedervereinigung ein „neues Kapitel“ aufschlage. Nach dem Treffen in Seoul besuchten Moon und Kim Yo Jong gemeinsam mehrere olympische Veranstaltungen.

Der letzte innerkoreanische Gipfel liegt zehn Jahre zurück. Südkoreas Präsident Moon, der sich seit langem für Verhandlungen mit Pjöngjang einsetzt, sagte, dass zunächst die „passenden Voraussetzungen“ für ein solches Treffen geschaffen werden müssten.

US-Vizepräsident Mike Pence sprach von einer „Propaganda-Farce“ aus Nordkorea. „Die Welt darf nicht die Augen verschließen vor der Unterdrückung und den Drohungen des Kim-Regimes“, schrieb er auf Twitter. Dass die USA und ihr südkoreanischer Verbündeter in der Nordkorea-Frage uneins sein könnten, bestritt Pence: Die USA, Südkorea und Japan seien sich nach wie vor einig, dass Pjöngjang weiterhin wirtschaftlich und politisch isoliert werden müsse, bis das Land sein Raketen- und Atomprogramm aufgebe. (afp)

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