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Koalition
31.05.2016

"Es ist kompliziert" - Merkel und Seehofer in Beziehungskrise

Raute trifft Faust: CDU-Chefin und CSU-Chef liegen im Clinch.
Foto: Uwe Anspach / dpa

Das Verhältnis zwischen Merkel und Seehofer ist kompliziert. Immer wieder ändert sich der "Beziehungsstatus". Langsam werden die beiden zum Fall für die Klatschkolumnen.

Wenn das so weitergeht, werden die beiden noch ein Fall für die Klatschpresse: Das Verhältnis von Angela Merkel und Horst Seehofer ist, gelinde gesagt, kompliziert. Haben sie sich gerade verkracht? Ist die Eiszeit beendet? Oder sind sie schon wieder zusammen? Und kann eine solche On-Off-Beziehung auf Dauer gut gehen?

Seit Monaten darf wild spekuliert werden. Gestern Früh war es mal wieder so weit. Die Nachrichtenseiten im Internet schickten Eilmeldungen in die Welt hinaus: Ja, sie wollen sich treffen! Unter vier Augen! Auf dem Boulevard würde es wohl heißen: Die große Versöhnung – geben sich CDU-Angela und CSU-Horst doch noch eine Chance?

Eigentlich wollen beide das Gleiche

Das Kuriose an der Beziehungskrise der Parteichefs: Eigentlich wollen beide das Gleiche, nämlich viele Stimmen bei der nächsten Bundestagswahl. Nur über die Frage, wie man die Leute überzeugt, ihr Kreuzchen wieder bei CDU und CSU zu machen, liegen Merkel und Seehofer weit auseinander. Er sagt, ihre Flüchtlingspolitik sei schuld am Absturz in den Umfragen. Sie sagt, die Wähler hätten die Schnauze voll von seinen ständigen Querschüssen.

In der Promi-Welt wäre der Weg zum Paartherapeuten vorgezeichnet. In der Politik trifft man sich zu kleinen und großen Gipfeln, zu denen jeder ein paar Freunde mitbringen darf. Auf Seehofers Liste steht zum Beispiel Andreas Scheuer. Der CSU-Generalsekretär schießt seit Tagen aus allen Rohren gegen die Schwesterpartei. Erst gestern warf er ihr „politische Konturlosigkeit“ vor.

Merkel wird vermutlich mit ihrem alten Weggefährten Thomas de Maizière kommen. Der Bundesinnenminister konterte das bayerische Poltern gestern so: Nachdem die Zahl der Flüchtlinge zurückgegangen sei, „könnte die Dezibelstärke der Interviews ebenfalls zurückgeführt werden“.

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