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Süßigkeiten

13.01.2015

Koalition will "Quengel-Zone" an Supermarktkassen abschaffen

„Das will ich aber haben!“ Eltern kennen das regelmäßige Gequengel ihrer Kinder an der Supermarktkasse. SPD und Union wollen jetzt dagegen vorgehen.
Bild: Fotolia

Ständer mit Süßigkeiten sind ein beliebtes Lockmittel an Supermarktkassen. Kinder und Eltern werden gezielt zum Konsum verleitet. Dagegen wollen Union und SPD jetzt vorgehen.

Kinder sollen an Supermarktkassen nicht mehr so stark zu Süßigkeiten verführt werden. Das forderten jetzt Politiker der schwarz-roten Koalition. Gemeinsam mit dem Handel solle die Bundesregierung darauf hinwirken, dass in Supermärkten auch "quengelfreie" Kassen angeboten werden. So heißt es in einem Antrag von Union und SPD anlässlich der Agrarmesse Grüne Woche, über den der Bundestag diesem Donnerstag berät. Die Landwirtschaftsmesse beginnt am kommenden Freitag.

"Quengelfreie Familienkassen" in manchen Supermärkten bereits vorhanden

Die Vorsitzende des Ernährungsausschusses des Bundestags, Gitta Connemann (CDU), sagte: "Süßigkeiten gehören dazu - aber nicht als Lockmittel in der Warteschlange." In Regalen direkt an den Kassen werden in vielen Läden zum Beispiel Schokoriegel angeboten, weswegen Kinder bei ihren Eltern quengeln und diese Produkte verstärkt einfordern.

Einige Handelsketten haben in ihren Märkten bereits Kassen, die extra als süßwarenfrei gekennzeichnet sind. Stattdessen werden dort etwa Batterien und Einkaufsgutscheine platziert. Solche Familienkassen sollten zum Standardangebot werden, sagte Connemann. Die Ladenflächen an den Kassen gelten in Supermärkten als besonders umsatzstark.

Übergewicht und andere Risiken bei Kindern vermeiden

SPD und Union verweisen darauf, dass Impulse für gesunde Ernährung für Kinder wichtig sind, um Übergewicht und andere Risiken zu vermeiden. Die Regierung solle mit den Ländern auch darauf hinwirken, dass an Kitas und Grundschulen "keine Süßigkeiten, Knabberzeug, Fast-Food und Softdrinks beworben werden". Die Regierung solle zudem mit der Branche eine Strategie für die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten erarbeiten, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in dem Antrag.

Zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen mahnen Union und SPD an, dass es mehr kleine Packungen geben soll. Dies solle den Bedürfnissen von Singles und allein lebenden älteren Menschen besser Rechnung tragen. dpa/AZ

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