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Das beste Mittel gegen Streit unter Nachbarn heißt Rücksicht

Kommentar Von Michael Stifter
11.04.2019

Wenn das Zusammenleben zwischen Nachbarn funktionieren soll, braucht es Toleranz. Wenn die fehlt, lässt sich Streit auch vor Gericht nicht klären.

Wer aufs Land zieht, muss damit rechnen, dass der krähende Hahn auf dem Misthaufen sich nicht an die Nachtruhe hält. Er muss wissen, dass Kühe auf der Weide nicht in erster Linie darauf bedacht sind, wenig Geräusche zu machen und dass die Kirchturmglocken am Sonntag die christlichen Pflichten einläuten. Deshalb wirkt der Zwist zwischen Anwohnern und einer Bäuerin in Holzkirchen so albern. Doch es ist kein Zufall, dass es in Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn so oft um die Frage geht: Wie viel Lärm darf es denn sein?

Lärm: Ein bisschen Toleranz gehört dazu

Klar, ein bisschen Toleranz braucht es schon, wenn Kinder toben oder Hunde bellen – aber das gehört schließlich zu ihren Kernkompetenzen. Das Problem an der Toleranz ist nur, dass da jeder seine persönliche Schwelle hat. Während der eine ziemlich viel aushält, rutscht beim anderen das Toleranzkonto bei jeder Kleinigkeit in den roten Bereich. Und wer sich im eigenen Zuhause gestresst fühlt, verliert massiv an Lebensqualität.

Vor Gericht wird man solche Befindlichkeiten aber nur selten in Einklang bringen. Es gibt ein besseres Mittel, das eine Nachbarschaft, ja sogar eine Gesellschaft zusammenhält, und das heißt Rücksicht.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.04.2019

".....Lärm: Ein bisschen Toleranz gehört dazu......."
Stimmt!
Die Dörfer leben zum Großteil davon, dass Menschen aus der Stadt vormalige Äcker für teuer Geld kaufen.
Rechte sollen diese dann aber nicht haben. Auch nicht auf das Recht auf RUHE.
Der Ruf nach Tradition wird dann sofort sehr laut- Tradition wäre aber gewesen, wenn die Grundfläche landwirtschaftlich genutzt, und nicht aufgrund Profit verkauft geworden wäre.

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