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Kommentar
04.11.2021

Dem VW-Chef fehlt das Gefühl dafür, wie seine Äußerungen auf wirken

Foto: Carsten Koall, dpa

Es reicht nicht, ein guter Ingenieur und ein konsequenter Manager zu sein. VW-Chef Dies muss auch einfühlsam sein gegenüber den Angestellten. Sonst wird er scheitern.

Herbert Diess hat das richtige Ziel, verfolgt es aber zum Teil mit untauglichen Mitteln. Der VW-Chef will den Konzern zum weltweit führenden Hersteller von Elektroautos umbauen und Emporkömmlinge wie Tesla dauerhaft abhängen.

Dazu ist eine Kraftanstrengung sondergleichen notwendig. Der Manager ist hier mit seinem Team schon ein großes Stück vorangekommen. Gerade die Konzernmarken Audi und Porsche schlagen sich elektrisch und auch, was die Ergebnisse betrifft, sehr gut.

Es reicht nicht, ein guter Ingenieur und ein konsequenter Manager zu sein

Diess könnte das also zum Anlass nehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz und Veränderungswillen zu loben. Er macht jedoch genau das Gegenteil und verunsichert die Beschäftigten immer wieder mit Überlegungen zu einem Job-Abbau. Dem VW-Chef fehlt das Gefühl dafür, wie seine Äußerungen und sein Auftreten auf andere wirken.

Es reicht nicht, ein guter Ingenieur und ein konsequenter Manager zu sein. Ohne Einfühlungsvermögen für die Belange der Angestellten kann auch ein Auto-Fachmann wie Diess scheitern. Er würde damit an sich selbst scheitern, was tragisch wäre.

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