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Die Ampelparteien verhalten sich beim Thema Rente leidenschaftslos

Kommentar Von Rudi Wais
29.10.2021

Zu wenig Geld, zu wenig Ambition: In der Sozialpolitik spielen SPD, Grüne und FDP auf Zeit. Wenn sich daran nichts ändert, droht ab 2025 ein Minenfeld.

Die Rente ist sicher, ja – aber zu welchem Preis? So wortreich die Ampelparteien um einen besseren Klimaschutz, um halbwegs solide Staatsfinanzen oder eine neue Migrationspolitik ringen, so leidenschaftslos agieren Sozialdemokraten, Grüne und Liberale bisher bei der Rente. Neben politischen Selbstverständlichkeiten wie dem Versprechen, dass die Renten nicht gekürzt werden, belassen sie es bei kosmetischen Korrekturen oder spielen auf Zeit.

Bis 2025 sind die wichtigsten Weichen beim Thema Rente schon gestellt

Ein Kapitalstock von zehn Milliarden Euro, der sein Geld ertragreich an der Börse arbeiten lässt? Angesichts der gewaltigen Finanzierungsprobleme nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Ein höheres Rentenalter? Trotz der steigenden Lebenserwartung schon ausgeschlossen. Die drohende Explosion der Beiträge? Noch längst nicht gebannt.

Wenn die angehenden Koalitionäre nicht noch nachlegen, sind sie für diese Legislaturperiode zwar halbwegs aus dem Schneider, weil bis zum Jahr 2025 die wichtigsten Weichen schon gestellt sind. Der nächsten Bundesregierung allerdings hinterlassen sie bei der Rente dann ein Minenfeld.

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