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Die Schwäche von Lukaschenko ist auch eine Gefahr

Ulrich Krökel
Kommentar Von Ulrich Krökel
24.11.2021

Wie reagiert der belarussische Despot Alexander Lukaschenko, wenn seine Machtbasis schwindet?

Das Regime von Alexander Lukaschenko hat keine Zukunft. Der belarussische Dauermachthaber, den die EU nicht mehr anerkennt, ist fast vollständig isoliert. Für China ist Lukaschenko ein viel zu kleines Licht. Und der russische Präsident Wladimir Putin stützt ihn zwar.

Aber wie lange noch? Wenn der Kremlchef eines Tages den Daumen senkt, ist Lukaschenko sofort Geschichte. Hinzu kommt die dramatische wirtschaftliche Schwäche. Die EU-Sanktionen wirken umso stärker, je mehr Zeit verstreicht. Denn in Brüssel hat man alte Verträge nicht angetastet. Laufen diese aber aus, ist es endgültig vorbei mit vielen Geschäften. Der Russland-Handel wird als Ausgleich nicht reichen.

Lukaschenko hat nur noch eine Stärke

Die gewaltige Macht des Sicherheitsapparats ist Lukaschenkos einzige verbliebene Stärke. Je offensichtlicher Lukaschenkos fundamentale Schwäche wird, desto mehr Absetzbewegungen wird es geben.

Ist das ein Hoffnungsschimmer? Ja. Allerdings ist die Schwäche des Diktators auch eine Gefahr. Lukaschenko wird eher die Konfrontation suchen, als sich mit einer friedlichen Machtübergabe einverstanden zu erklären. Darauf sollte die EU vorbereitet sein.

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