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Die Zukunft der Rente entscheidet sich jetzt

Kommentar Von Joachim Bomhard
19.02.2020

Die Politik muss heute wegweisende Entscheidungen für kommende Generationen treffen. Aber sie verstrickt sich viel zu sehr in Detailfragen.

Die Rente ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Generationenprojekt. Hier muss in langen Zeiträumen gedacht und gerechnet werden. Wer heute in Rente geht, hat in der Regel in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angefangen zu arbeiten. Wer heute beginnt, seine ersten Rentenbeiträge einzubezahlen, der will und soll vielleicht ab 2065 oder 2070 im Alter von dem Geleisteten leben können. Und das darf keine Science-Fiction sein.

Die Politik denkt im sehr viel kürzeren Takt – und handelt auch so. Hektische Korrekturen am System aber sind Gift für den Generationenvertrag der Rente. Der besteht darin, dass die Jüngeren zuerst das Geld geben, von dem die Älteren leben. Und wenn sie selbst alt sind, zahlen ihre Kinder und Enkel ein. Das funktioniert, wenn das System im Gleichgewicht ist. Die Jüngeren dürfen nicht mit zu hohen Beiträgen überfordert werden, die Älteren müssen gleichzeitig von ihrer Rente leben können.

Und jetzt kommt auch noch die Grundrente

Dass das System aus dem Lot geraten könnte, ist lange bekannt. Oftmals wurde davor gewarnt, unvorbereitet der Zeit entgegenzugehen, in der die Babyboomer-Generation in Rente geht. Sie hat schon begonnen. Der Höhepunkt wird wohl etwa 2032 erreicht werden, wenn der Jahrgang 1965 das 67. Lebensjahr erreichen wird. Dann wird es so viele Rentner wie noch nie geben. Und sie werden ihre Rente dank steigender Lebenserwartung länger denn je genießen. Aber jeder weiß, dass die Zahl derer, die in die Versicherung einzahlen, nicht mit ihnen steigt, sondern eher sinkt.

Wie gesagt: Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Dennoch stiegen und steigen die Ausgaben für die Rentner noch: Mehr Mütterrente, die sogenannte „Rente mit 63“ (ein irreführender Begriff) für Menschen, die besonders lange Beiträge bezahlt haben, wurde eingeführt und nun soll an diesem Mittwoch die nach wie vor umstrittene Grundrente beschlossen werden. Mal geht das auf Kosten der Beitragszahler, mal des Finanzministers. Letztendlich zahlt es immer der Bürger.

Noch sitzt die Rentenversicherung auf einem komfortablen Geldpolster, was natürlich Wünsche weckt. Aber spätestens 2025, sagen die Experten, werden diese Reserven aufgebraucht sein. Man könnte nun vorsorglich die Beiträge erhöhen oder das Rentenniveau senken. Aber dem hat die Politik einen Riegel vorgeschoben. Ein höheres Rentenalter, was einer Rentenkürzung gleichkäme, als weitere Stellschraube für eine finanzielle Korrektur ist ohnehin ein Tabu. Aber was dann?

Die Rentenkommission dämpft die Erwartungen

Antworten hätte man sich demnächst von der Rentenkommission erwartet, die von der GroKo 2018 als wichtiger Berater berufen wurde. Das war im Prinzip eine kluge Entscheidung. Aber sie hatte einen entscheidenden Geburtsfehler. Auch in ihr geben zu viele Politiker den Ton an, anstatt echten Experten freie Hand zu lassen, um verkrustete Denkmuster aufzubrechen. Kein Wunder, dass jetzt aus der bisher sehr verschwiegenen Kommission heraus die Erwartungen an die Ergebnisse vorsorglich gedämpft werden. Selbst ein Scheitern der Expertenarbeit wird nicht ausgeschlossen. So lässt sich der Generationenvertrag, die tragende Säule der sozialen Sicherung schlechthin, jedenfalls nicht retten. Konzeptlos mit kurzfristigen Lösungen der Zukunft entgegen zu stolpern, wäre absolut fatal.

Dass es, anders als in Frankreich, keine das Land lähmenden Proteste gegen die Rentenpolitik gibt, verdankt Deutschland einem bisher im Großen und Ganzen stabilen und ausgewogenen System. Es ist aber auch so labil, dass es schnell in sich zusammenbrechen kann, wenn jetzt keine oder die falschen Entscheidungen getroffen werden.

Lesen Sie dazu auch: Wie kann es für Senioren auf dem Land gelingen, in Würde zu altern? 

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