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Finger weg vom Kohleausstieg!

Kommentar Von Rudi Wais
21.07.2021

Der Kohlekompromiss sieht vor, dass Deutschland des Ausstieg bis 2038 schafft. Das jetzt in Frage zu stellen, ist mindestens riskant, wenn nicht grob fahrlässig.

Lassen wir die Kirche im Dorf. Ein Land, das fast zeitgleich aus der Atomkraft und der Kohle aussteigt und parallel dazu Millionen von Menschen zum Umstieg auf elektrische Autoantriebe überreden will, wird seinen wachsenden Energiebedarf auf absehbare Zeit nicht alleine mit dem Bau neuer Solaranlagen und Windräder decken können. Der Kohlekompromiss, sorgsam austariert bis ins Jahr 2038, ist die Brücke in die Zeit der erneuerbaren Energien. Er schafft erst die Versorgungssicherheit, die ein Industrieland braucht.

Den Kohlekompromiss in Frage zu stellen, ist mindestens riskant

Ihn jetzt infrage zu stellen, wie Markus Söder das tut, ist aus ökonomischer Sicht mindestens riskant, wenn nicht grob fahrlässig. Und überhaupt: Indem der CSU-Chef das geltende Ausstiegsziel als „unambitioniert“ verwirft, fällt er auch seinem Kanzlerkandidaten Armin Laschet in den Rücken, der im Kohle-Land Nordrhein-Westfalen schon Schwierigkeiten hat, den Abschied von der Kohle in seiner beschlossenen Form zu verteidigen.

Unambitioniert: Das klingt, ein wenig, als meine Söder nicht nur den Kohleausstieg selbst, sondern auch den Kollegen Laschet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

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