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Kommentar
25.06.2014

Ist Ex-CSU-Spitzenkandidat Ferber ein schlechter Verlierer?

Markus Feber erntet für seine Kritik an Parteichef Horst Seehofer jetzt selbst Vorwürfe aus der eigenen Partei.
Foto: Lukas Barth/Archiv (dpa)

Markus Ferber hat sich nach der Europawahl-Schlappe der CSU zum Sprachrohr der Unzufriedenen gemacht. Mit seiner Kritik an Parteichef Seehofer steht er jetzt ziemlich alleine da

Selbst in den eigenen schwäbischen CSU-Reihen findet Ferber keine Unterstützung bei seinem Angriff gegen den großen Vorsitzenden. Ganz im Gegenteil. Namhafte Politiker in Schwaben zeigen keinerlei Verständnis für die Attacke und betonen vielmehr ihre Loyalität zu Seehofer.

Will Ferber alte Rechnungen begleichen ?

So besehen geht Ferbers Vorstoß ins Leere. Er muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, ein schlechter Verlierer zu sein. Es war Ferber, der die CSU als Spitzenkandidat in den Europawahlkampf führte. Und er war letztlich der Einzige in der Partei, dem die Schlappe das Amt kostete. Seinen Posten als CSU-Europagruppenchef musste Ferber abgeben. Ihm haftet nun der Makel an, womöglich alte Rechnungen begleichen zu wollen.

Ferbers Position ist geschwächt

Dass er nun auch als schwäbischer CSU-Chef in Bedrängnis gerät, ist gleichwohl nicht zu erwarten. Noch ist keiner aus der Deckung gekommen, der ihm das Amt streitig machen könnte. Strategisches Geschick hat er mit seinem öffentlichen Angriff gegen Seehofer nicht bewiesen. Seine Position in der CSU ist geschwächt.

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