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Man sollte aus Einsicht impfen, nicht aus Zwang

Kommentar Von Bernhard Junginger
25.03.2019

Die Koalition diskutiert eine Impf-Pflicht einzuführen. Doch statt auf Zwang sollte die Politik besser auf mehr Aufklärung setzen.

Zum Glück gibt es einen sehr wirksamen Impfstoff gegen die Masern, die alles andere sind als nur eine harmlose Kinderkrankheit. Angesichts der Risiken ist es erschreckend, dass sich in Deutschland so viele Menschen nicht gegen Masern impfen lassen und sogar ihren Kindern diesen Schutz verwehren. Ob das nun aus Unkenntnis geschieht oder Angst vor Impfschäden, die statistisch äußerst selten vorkommen. Deshalb ist es gut, dass die Politik diskutiert, wie die Impfquote verbessert werden kann.

Zwang als allerletztes Mittel

Die Einführung einer Masern-Impfpflicht ist dabei nicht unbedingt der Königsweg. Zwangsmaßnahmen sollten in der Politik stets das allerletzte Mittel sein.

Besser wäre es, wenn die Bundesregierung zunächst ihre Anstrengungen bei Information und Aufklärung noch einmal deutlich verbessert. Denn eine Masern-Impfpflicht könnte bei den überzeugten Impfgegnern aus dem ökologisch-alternativen Milieu die Vorbehalte sogar noch verstärken. Und die Angst nähren, dass immer neue Impfpflichten folgen.

Eine weitere Ideologisierung der Debatte und eine noch größere Verunsicherung wären die Folge – der Sache würde das kaum dienen.

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26.03.2019

Ich kann dem Kommentar nur zustimmen. Einen Zwang sollte es wirklich nur in einem echten Notfall geben. Sonst geht der in einer Demokratie nämlich gerne nach hinten los und verstärkt nur die Vorbehalte. Siehe z.B. Tempolimit-Debatte, wo die Wissenschaft auch weitgehend ignoriert wird - und man weit mehr als "10 Tote in einigen Jahren" (siehe meine Diskussion mit Peter P.) retten könnte.

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27.03.2019

Netter Trick...

Es sind ja nur deswegen 10 Tote weil in der Breite geimpft wird.

Würde man nicht impfen, hätte man wie früher eine Pandemie mit tausenden Toten.

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27.03.2019

"Würde man nicht impfen, hätte man wie früher eine Pandemie mit tausenden Toten."
.
Das stimmt nicht. Auf abgelegenen Inseln, auf denen auch nicht geimpft wird, gibt es auch keine Pandemien mehr. Und zwar deswegen, weil auch dort die Hygiene besser geworden ist! Und bei der ganzen Diskussion müsste man mal die Zahl der Maserntoten mit der Zahl der Impfschäden vergleichen!

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27.03.2019

"Würde man nicht impfen, hätte man wie früher eine Pandemie mit tausenden Toten."

=> Das will ich gar nicht abstreiten. Der Punkt in der Diskussion hier ist aber, ob man den Aufwand betreibt, trotz eigentlich guter Impfquoten die letzten paar "Aufständischen" noch zu ihrem Glück zu zwingen. Oder ob das nicht mehr Ärger als Nutzen bringt.
Wie war die Regel? Die letzten 20% des Projekts kosten 80% des Aufwands.

Eine Impfpflicht wäre ein Eingriff in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung wiegt hier im Normalfall einfach höher.
Ich persönlich bewerte in diesem Sinne einen Zwang für die letzten 10% als unverhältnismäßig.

Die Möglichkeit dazu gibt es übrigens prinzipiell schon, doch ist "ein solcher Eingriff in die körperliche Integrität auf Impfungen beschränkt, die einen akuten Ausbruch eindämmen sollen oder wenn mit einer 'epidemischen Verbreitung' zu rechnen ist."

Und dabei kann es meiner Ansicht nach auch bleiben.

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/masernimpfung-keine-impfung-kein-kindergeld-kommentar-a-1163351.html

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26.03.2019

Solange Impfstoffe Quecksilber und Aluminium enthalten, betrachte ich eine Impfpflicht als Körperverletzung !!

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26.03.2019

https://chemreporter.de/2016/09/26/was-hat-giftiges-quecksilber-in-impfstoffen-zu-suchen/

>> Der quecksilberhaltige Schutzstoff wird aber sowieso kaum noch verwendet, denn die meisten Injektionslösungen gibt es inzwischen in Einmal-Spritzen. Thiomersal kommt heutzutage nur noch bei Tier-Impfungen und bei Pandemien zum Einsatz, wenn es darum geht, möglichst schnell viele Impfdosen zu verteilen. Obwohl die Quecksilberverbindung in medizinischen Produkten nicht schädlich ist, wird auf sie trotzdem möglichst verzichtet und ihre Verwendung immer stärker reguliert und eingeschränkt; und zwar aus Gründen des Umweltschutzes. <<

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26.03.2019

Bei "Aufklärung" verdienen dann nur irgendwelche Amigos aus der Medienbranche mit ohne dass eine klare Koppelung von Mitteleinsatz und Erfolg gegeben ist.

Der Steuerzahler muss dann für den Extremismus Einzelner aufkommen - daher EU weite Pflicht statt wieder nationalistischer deutscher Sonderweg!

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26.03.2019

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/impfpflicht-fuer-kinder-in-frankreich-ausgeweitet-a-1185834.html

>> Kinder in Frankreich müssen künftig gegen elf Krankheiten geimpft werden. Zuvor waren es drei. In den vergangenen Jahren sind in Frankreich zehn Menschen an Masern gestorben. <<

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26.03.2019

Ich dachte zunächst, mit dem Post von 7:27 Uhr hätte jemand Fakten präsentiert, die Sie widerlegen sollen. Dann erst habe ich gesehen, dass Sie das ja selbst waren und damit Ihre zugespitzte Forderung untermauern wollten.

Doch ich finde die Perspektive ehrlich gesagt erschreckend, dass jetzt die Impfpflicht für Masern kommt und in ein paar Jahren - wenn sich die Wogen geglättet haben - wird die Pflicht auf über zehn Impfungen ausgeweitet.

Da bin ich dann deutlich besorgter über die Amigos in Politik und Pharma-Industrie als über die in der Medienbranche (verstehe ehrlich gesagt auch nicht genau, was Sie damit meinen, könnten Sie das noch erläutern?).

Denn auch wenn es makaber klingt, aber zehn Tote in mehreren Jahren - das ist jetzt keine erschreckende Zahl. Da hätten wir andere Baustellen, an denen der Mitteleinsatz deutlich mehr Erfolge bringen könnte.

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25.03.2019

...aus dem ökologisch-alternativen Milieu...

Ist das nicht genau das zweifelhafte Milieu , das gegenwärtig die deutsche Politik maßgeblich und zum Nachteil der großen Mehrheit bestimmt und dirigiert?!

Stichworte hier sind :

Dieselfahrverbote aufgrund reichlich dubios festgelegter Richt-/Grenzwerte , CO2-Wahn , "Rettet-die Bienen-Aktionismus" - welcher einen Hauptverursacher des Insektensterbens sowie des erhöhten Sterbens seltener Vogelarten -nämlich das massenhafte Aufstellen ökologisch sinnfreier "Öko-Windmühlen" - völlig ausblendet , Atomkraft-Phobie, welche nur dazu führt ,daß Strom und Erdgas eben aus dem Ausland eingekauft werden muß und dort zu höheren Atom-Quoten führt ,
Mülltrennungswahn , der eben genau dazu führt , daß die Plastiktüte und der ausgemusterte Computerchip nicht in der deutschen Müllverbrennungsanlage landen , sondern mit Subventionen nach Zentral-Afrika exportiert werden undundund .

Und wieder gibt man dieser ökologisch-alternativen Sekte, welche mittels ihres politischen Arm "die Grünen" in alle Parlamente reicht , ohne Not nach -statt Impflicht staatlich anzuordnen .

Man will in diesem Land also wieder klüger sein als Tschechien ,Ungarn,Frankreich,Italien,Kroatien, Lettland, Polen, Malta, der Slowakei, Griechenland und Slowenien - alles Mitgliedsstaaten der EU , deren Einheitlichkeit und Übereinstimmung man doch sonst immer so im Übermaß betont !

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26.03.2019

Ist ja reichlich polemisch formuliert. Können Sie irgendetwas davon mit Fakten untermauern?

1. Die EU kritisiert die deutschen Grenzwerte für Autos eher als zu niedrig, das Lungenärzte-Pamphlet wurde von den verbliebenen nicht unterzeichnenden 97% der Ärzteschaft bereits deutlich kritisiert. Wo also ist Ihrer Ansicht nach der Wahn?

2. Bei Vögeln mag es Schäden durch Windräder geben, aber gibt es irgendwelchen nennenswerten Erkenntnisse darüber, dass Windräder Insekten schaden?

3. Deutschland exportiert Strom, es importiert ihn nicht.

4. Ja, der "Mülltrennungswahn" mag ursächlich dafür sein, dass bestimmte Wertstoffe exportiert werden können. Ist das nicht besser, als wenn alles verbrannt würde? Isbesondere Chips stecken voller hochwertiger (durchaus auch im monetären Sinne) Materialien, die zu verbrennen wohl niemandem in den Sinn käme.

5. Wenn die Grünen nur der politische Arm einer noch viel größeren Sekte sind, dann stellt diese Sekte angesichts der Umfragewerte der Grünen wohl bald eine stabile Mehrheit im Land. Zeit also, auszuwandern. Amerika könnte mehr nach Ihrem Geschmack sein. Kommt man grad nur nicht mehr so leicht rein.

Den letzten Absatz verstehe ich leider gar nicht mehr. Habe vorher noch nie gelesen, dass etwa Frankreich und Ungarn einheitlich wären.

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