Newsticker
Kultusminister Piazolo: Maskenpflicht in bayerischen Klassenzimmern nach Sommerferien
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: Spart nicht am Baukindergeld!

Spart nicht am Baukindergeld!

Kommentar Von Martin Ferber
23.10.2018

Das Baukindergeld kommt bei Familien gut an - doch das dafür eingeplante Geld der Bundesregierung könnte nicht reichen. Union und SPD müssen handeln.

Das eben erst eingeführte Baukindergeld kommt an – im ersten Monat gab es bereits fast 25.000 Anträge von jungen Familien, die sich mit der Prämie den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten. Der Ansturm zeigt, wie groß der Bedarf ist.

So gesehen ist das Baukindergeld eine gezielte Familienförderung. Und doch könnte ausgerechnet diese Erfolgsstory für die Koalition zu einem echten Problemfall werden, wenn das Geld im kommenden Jahr möglicherweise nicht ausreicht. Drei Milliarden Euro hat Finanzminister Olaf Scholz für das Baukindergeld eingeplant. Geht die Zahl der Anträge im gleichen Tempo wie im ersten Monat weiter, ist der Topf bereits zur Jahresmitte 2019 leer – und alle, die zu spät kommen, bestraft bekanntlich das Leben, sie gehen leer aus.

Union und SPD sollten mehr Geld fürs Baukindergeld einplanen

Das aber würde das Ansehen der Koalition weiter beschädigen, eine Ungleichbehandlung sorgt stets für böses Blut. Um dieses Szenario zu vermeiden, sollten die Haushälter der Koalition das Baukindergeld in den gerade laufenden Haushaltsberatungen aufstocken. Es ist allemal besser, es bleibt am Jahresende etwas Geld übrig, als es ist zu wenig im Topf. Vor allem bei einem derart sensiblen Thema. Diesen Ärger sollten sich Union und SPD schon im eigenen Interesse ersparen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.