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Typisch Merkel: Die Afghanistan-Analyse wird aufgeschoben

Kommentar Von Stefan Lange
25.08.2021

Der Afghanistan-Einsatz muss umgehend analysiert werden, damit sich tödliche Fehler nicht wiederholen. Kanzlerin Merkel versucht stattdessen, die Debatte auszusitzen.

Während sich in Afghanistan weiterhin dramatische Szenen abspielen, will sich Angela Merkel mit der Analyse des Einsatzes am Hindukusch Zeit lassen. Welche Fehler gemacht wurden, was anders hätten laufen müssen, das müsse nun in Ruhe geprüft werden, so die Kanzlerin im Bundestag. Aussitzen, abwarten, abperlen lassen – Merkel blieb sich auch in ihrer voraussichtlich letzten Regierungserklärung treu. Leider, denn Deutschland hat bei der Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes vieles, aber keine Zeit.

Tödliche Fehler: Es geht nicht nur um aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr

Was in Kabul passiert ist, könnte sich in Bamako, der Hauptstadt von Mali, und anderswo wiederholen. Schon deshalb ist es dringend angebracht, die Strukturen innerhalb der Regierung zu überprüfen und Konsequenzen zu ziehen. Wenn Außenminister Heiko Maas geschlafen hat, dann muss er sofort geweckt werden und nicht erst in ein paar Wochen oder Monaten. Wenn Meldungen des BND nicht ankamen, Befehlsketten bei der Bundeswehr nicht funktionierten, dann muss das jetzt repariert werden und nicht später.

Es geht nicht nur um die aktuellen Auslandseinsätze. Deutschland wird in Zukunft noch oft der Ruf erreichen, sich militärisch zu engagieren. Auch dafür muss der Afghanistan-Einsatz umgehend analysiert werden, damit sich tödliche Fehler nicht wiederholen.

Afghanistan-Einsatz: Die Abhängigkeit Deutschlands von den USA ist gefährlich

Wohin es führt, wenn die Aufarbeitung von Fehlern hinausgeschoben wird, zeigt ebenfalls das Beispiel Afghanistan. Als das transatlantische Verhältnis unter US-Präsident Donald Trump Belastungen ausgesetzt war, forderte Merkel, Deutschland müsse mehr Aufgaben in der Welt übernehmen. Als zweitgrößter Truppensteller der  Nato könne man sich nicht darauf verlassen, dass Konflikte von anderen gelöst würden. „Amerika hilft uns immer noch, aber Schritt für Schritt werden wir Europäer unseren Beitrag leisten müssen“, sagte Merkel. Und zwar vor mehr als drei Jahren.

Hätte sie den Worten schnell Taten folgen lassen, wäre Deutschland beim Afghanistaneinsatz nicht mehr, oder zumindest nicht mehr so endgültig, vom Verhalten der US-Truppen abhängig gewesen. Viel mehr Menschen in Kabul hätten gerettet werden können.

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.08.2021

Ich glaube viele sehen, daß Deutschland zur Analyse- und Aufarbeitungsrepublik verkommt. Da sitzen 10.000e nur in Bundesministerien und es wird immer nur aufgearbeitet => nämlich Fehler en gros. Anscheinend passieren nur neue "Geschehnisse" die seltsamerweise immer das erste Mal auftreten. Wie wäre es denn wenn wir mal zu einer Vorbereitungsrepublik kämmen - also sich vorher Gedanken zu einem möglichen Ereignis machen. Selbst für eine Pandemie hätten Grundlagen vorhanden sein müssen. Oder war dies die erste weltweit?

25.08.2021

Analyse des Afghanistan Einsatzes und des blamablen Debakels am Ende in der Art Saigon (Vietnam) verschoben auf den Sankt Nimmerleins Tag. Aud gutem Grund, wenn man ehrlich ist. Auch wenn das Werte Europa bei Auslandseinsätzen des Militärs oder bei Verhängung von Sanktionen die Wahrung der Menschenrechte in den Vordergrund hebt- die Realität bei Welt- und Großmächten sieht anders aus - ist Vergrößerung oder Erhalt der Einflusszonen und Eliminierung von Bedrohungen gegen diese. Am Beispiel der USA zeigt sich das ganz klar; wenn der Einsatz sich nicht mehr rechnet , steht der Rückzug an. Und RU und China lassen nicht zu, dass fremde Einflussnahme ihre Kreise stören. Noch schlimmer ist, wenn versucht wird "unsere" Ideale in fremde Kulturen zu verpflanzen. Alle Versuche sind kläglich gescheitert (Libyen, Syrien. Irak, Afghanistan ..)- die Länder im Chaos zurück gelassen. Realpolitik ist gefragt und nicht Träume von einer besseren Welt.

25.08.2021

Nach den Wahlen ist Frau Merkel weg, wie die Katze mit dem Presssack. Aber jetzt ist Schluss mit den fetten Jahren und der Dummheit ohne Folgen.

25.08.2021

Das Grundgesetz ist nach 16 Jahren Merkel nur noch ein Fetzen Papier. Gut als Sekundärrohstoffe.
Wenn man Herrn Lange hört, dann ist es das neue Normal, das wir Soldaten schicken, wenn „in Zukunft - Deutschland- noch oft der Ruf erreicht, sich militärisch zu engagieren.“ Das GG ist in seinem Verbot von militärischem Auslandsengagement völlig eindeutig. Die BuWe dient einzig der Landesverteidigung. Das kann sie aber genau so wenig wie irgendwo in der Welt Präsenz zeigen. Man denke nur an das unwürdige Schauspiel um die Fregatte Bayern. Wo ist die eigentlich gerade?

Wir hatten also nie etwas in Kabul und ganz bestimmt nix in Mali verloren. Weil es das GG nicht zulässt, wir nicht die Fähigkeiten dafür haben und die politische Begleitung so absurd schlecht ist, dass unsere Soldaten/innen einfach nur verheizt werden. Die Lehre aus dem Afghanistan-Einsatz ist - wir können das nicht, wir dürfen das nicht, wir machen das nicht!

Aber genau so, wie dieses Land seit 1 1/2 Jahren im Notstand regiert wird, wird in dieser Frage das GG einfach negiert. Und für alle dann noch Übrigen Fragen gibt es den 1.Senat des BVG mit Absurdurteilen.

25.08.2021

@ThomasH. Vielen Dank für Ihre ausführlichen Zeilen. Alles ist hundert Prozent richtig und gut geschrieben. Mehr kann man dazu nicht sagen oder schreiben. Unser Staat ist kaputt regiert!

26.08.2021

Sie haben es in Ihrem Kommentar auf den (richtigen) Punkt gebracht. Daumen hoch.

25.08.2021

Mal wieder eine typischer Stefan Lange Kommentar. Hinterher ist die Opposition und unseren liebe AZ Reporter immer schlauer. Komischerweise waren vor dem Abzugplanung aber die Stimmen gerade aus diesen Ecken laut, dass die Bundeswehr dort nicht zu suchen hat und das Land sich selbst finden / regieren muss, Die sist natürlich heute vergessen - klar...

Und dass eine Aufarbeitung Zeit braucht um vernünftige Daten zu liefern sollte auch Reportern der AZ klar sein - aber klar, es ist einfacher den Kopf eines Ministers zu fordern. Was nutzt eine schnelle Entscheidnug und Maas aus dem Amt zu werfen? Nichts - außer evtl. der kurzen persönlichen Befriedung - wirkliche Hilfen/Verbesserungen für die Zukunft würden solche Entscheidungen nicht bringen. Aber klar - das Volk liest gerne diese Anti Merkel Hetze - und die AZ bringt was das Volk möchte.

Seriöser Journalismus sieht anders aus - aber egal, daran hat man sich in Augsburg schon gewöhnt!

25.08.2021

... was erwarten Sie ... man liest den Namen des Kommentator*in (oder so, ich übe noch) und die Überschrift*in und weiß was kommt... also alles ganz normal, oder

26.08.2021

Die Aufarbeitung braucht keine Zeit! Typisch Merkel: Zeit löst alle Probleme.

Dass die BW aus Afghanistan abzieht war mindestens sechs Monate vorher (eher länger) bekannt. Hier hatte man genügend Zeit alles zu organisieren (wenn man es denn nur wollte)

Und Merkel wollte nicht - das ist die Realität!

Merke:
Keine Probleme (Corona, Hochwasser, Afghanistan) im Wahljahr - unsere Regierung (Merkel) ist nicht MULTITASKING fähig, außerdem würde man sie in den USA eher als "lame duck" bezeichnen