Newsticker
Deutschland erleichtert ab Sonntag Einreisen für weitere Bürger aus Nicht-EU-Ländern
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: VW-Vergleich: Martin Winterkorn kommt gut weg

VW-Vergleich: Martin Winterkorn kommt gut weg

Kommentar Von Stefan Küpper
09.06.2021

VW hatte von seinem Ex-Top-Manager Schadensersatz verlangt. Nun hat man sich verständigt. Winterkorn kann damit leben. Aber ihm steht noch der Strafprozess bevor.

Der Abgas-Skandal hat Volkswagen bisher rund 32 Milliarden Euro gekostet. Dieser Schaden ist nicht wieder gutzumachen.

Wenn VW nun von seinen früheren Spitzenmanagern und den Versicherungen 288 Millionen erhält, ist das auf den ersten Blick schwindelerregend viel, letztlich aber nicht mal ein Hundertstel. Martin Winterkorn muss 11,2 Millionen Euro aufbringen. Das ist immer noch eine Rekordsumme, die im Verhältnis zum Gesamtschaden aber wie ein Handgeld wirkt. Um den Gesamtschaden, das darf man nicht vergessen, geht es allerdings nicht. Wer dafür verantwortlich ist, müssen die Strafprozesse klären. Dabei gilt die Unschuldsvermutung. Beim aktuellen Vergleich geht es um aktienrechtliche Sorgfaltspflichtverletzungen. Nach dem Gutachten der mit der Prüfung betrauten Kanzlei gab es die – nach Überzeugung des VW-Aufsichtsrates. Ob Winterkorn aber tatsächlich zeitweise unsorgfältig war, wird kein Zivilprozess mehr klären.

Eins jedenfalls ist klar: Für 11,2 Millionen Euro wird Winterkorn, der zu bester Zeit rund 17 Millionen Euro pro Jahr verdiente, keinen einzigen Koikarpfen verkaufen müssen.

Lesen Sie hier mehr über den Vergleich bei VW: Frühere VW-Manager Winterkorn und Stadler zahlen Millionensumme

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.