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Vergleichsjahr 2020: So trügerisch können Konjunkturprognosen sein

Kommentar Von Rudi Wais
10.11.2021

Die Wirtschaftsweisen sagen für das nächste Jahr ein Wachstum von 4,6 Prozent voraus. Dabei setzen sie allerdings auch auf das Prinzip Hoffnung.

Wachstumsraten von deutlich mehr als zwei Prozent sind in Deutschland eher die Ausnahme als die Regel. Insofern sieht die neue Prognose der Wirtschaftsweisen mit 2,7 Prozent für das laufende und 4,6 Prozent für das kommende Jahr auf den ersten Blick ganz passabel aus.

Die Wachstums-Zahlen fußen auf Corona-Jahr 2020

Tatsächlich sind die konjunkturellen Aussichten für Deutschland längst nicht so rosig, wie es diese Zahlen vermuten lassen. Sie fußen zum einen auf dem coronabedingt schwachen Vergleichsjahr 2020, in dem die Wirtschaftsleistung um deutlich mehr als vier Prozent eingebrochen ist. Und sie gehen zum anderen von einer raschen Rückkehr zur ökonomischen Realität aus.

Auch die Wirtschaftsweisen setzen dabei auf das Prinzip Hoffnung. Hoffen, dass die Pandemie bald an ihr Ende gelangt. Hoffen, dass sich die Lieferengpässe rasch auflösen. Hoffen, dass die Inflationsraten wieder auf ein erträglicheres Maß fallen. Andernfalls werden die Konjunkturforscher ihre Prognosen ähnlich kräftig nach unten korrigieren müssen, wie sie es in diesem Jahr schon getan haben. Die Börse, an der ja Zukunft gehandelt wird, ist jedenfalls skeptisch. Im Vergleich mit anderen Indizes hinkt der Dax weit hinterher.

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