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Zu viele Fälle von Gewalt in der Partnerschaft bleiben unentdeckt

Kommentar Von Bernhard Junginger
24.11.2021

Viele Gewalttaten in der Partnerschaft bleiben unentdeckt. Doch das "Dunkelfeld", in dem so viel Schreckliches geschieht, hat einen Feind: Die Zivilcourage

Dunkelziffer, welch schreckliches Wort, unendliches Leid verbirgt sich dahinter. Etwa, wenn es um körperliche und seelische Gewalt in Partnerschaften geht. Neben den Fällen, die bekannt werden, bleiben zahllose weitere unentdeckt.

Das muss sich ändern. Noch denken zu viele Menschen, dass es sie nichts angeht, wenn aus der Nachbarwohnung Schmerzensschreie dringen. Andere gehen ganz fest davon aus, dass das Dunkelfeld nicht vor ihrer Haustür beginnt. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle geht es um Gewalt von Männern gegen Frauen, doch es gibt auch Taten, die von Frauen begangen werden. Und die Pandemie hat das Leid wohl noch weiter verschärft.

Das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärft sich allmählich

Ein Problem, das so vielschichtig ist, bedarf einer breit angelegten Antwort. So braucht es genügend Geld, damit Beratungsstellen und Frauenhäuser gut ausgestattet werden können, um Zuflucht in Notsituationen zu geben. Und es sollte selbstverständlich sein, dass nicht die in der Wohnung bleiben dürfen, von denen die Gewalt ausgeht.

Das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärft sich allmählich, doch das Tabu, Gewalt in Partnerschaft und Familie anzusprechen, bröckelt quälend langsam. So bleiben viel zu viele Fälle Teil der Dunkelziffer. Gegen sie gibt es ein wirksames Mittel: Es heißt Zivilcourage.

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