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11.05.2015

Kommt es zur Spaltung, ist Lucke selbst schuld

Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke.
Bild: Maurizio Gambarini (dpa)

Was seit Monaten erwartet wurde, steht nun wohl bevor: Der erbitterte Richtungsstreit in der AfD wird zu einer Spaltung führen. Daran ist größtenteils Parteigründer Lucke Schuld.

Die AfD steht vor der Spaltung. Zu unvereinbar stehen sich die Lager gegenüber. Auf der einen Seite kämpfen die westdeutschen Wirtschaftsliberalen und Euro-Gegner um Gründer Bernd Lucke. Auf der anderen Seite der Front streiten die ostdeutschen Nationalkonservativen um Alexander Gauland und Frauke Petry.

Beide zusammen haben die etablierten Parteien das Fürchten gelehrt und bei Landtagswahlen im Osten Deutschlands Ergebnisse um die zehn Prozent erzielt. Nach einer Spaltung rücken solche Ergebnisse in weite Ferne. Die AfD und die mögliche Abspaltung werden ums Überleben kämpfen.

Die Schuld am drohenden Scheitern des Projekts AfD trägt Lucke zum großen Teil selbst. Zu lange hat er die Nationalkonservativen trotz riskanter Rechtslastigkeit gewähren lassen und sich im Licht der guten Wahlergebnisse gesonnt. Jetzt wird er versuchen, seine Widersacher aus der AfD zu drängen. Ein eigener Austritt wäre keine gute Strategie. In diesem Fall verlöre er den Parteiapparat als Finanz- und Machtbasis.

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