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CDU-Parteitag

07.12.2018

Kramp-Karrenbauer fordert Mut zum Aufbruch

07.12.2018, Hamburg: Die Kandidatin für den Parteivorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer CDU spricht beim CDU-Bundesparteitag. Die Delegierten wählen am Nachmittag einen neuen Parteivorsitzenden. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Kay Nietfeld

In ihrer Bewerbungsrede für den CDU-Vorsitz hat Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Partei aufgerufen, den "Mut" für die Aufgaben der Zukunft zu haben. Die CDU dürfe "nicht den Schwarzmalern hinterherlaufen".

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Partei zu mehr Mut und Selbstbewusstsein aufgerufen. Die Partei dürfe nicht Schwarzmalern hinterherlaufen, sondern müsse mutig auch gegen den Zeitgeist Kurs halten, rief die frühere saarländische Ministerpräsidentin am Freitag in ihrer Bewerbungsrede vor dem CDU-Parteitag in Hamburg . Kramp-Karrenbauers Rede wurde immer wieder von kräftigem Beifall unterbrochen. 

Besonders großen Applaus erhielt die 56-Jährige, als sie vor dem Hintergrund der im Anschluss anstehenden Kampfabstimmung um den Parteivorsitz mit Blick auf Friedrich Merz und Jens Spahn sagte, keiner der drei Kandidaten "wird der Untergang für diese Partei sein". Für sie gebe es keine konservative, liberale oder wirtschaftsfreundliche CDU, sondern nur "die eine CDU", die für viele eine Art Familie sei. 

Kramp-Karrenbauer warb vor allem mit ihrer politischen Erfahrung um Zustimmung. Sie habe in diversen Regierungsämtern im Saarland gedient und gelernt, was es heiße, zu führen. Dabei habe sie auch gelernt, dass es mehr auf innere Stärke ankomme, als auf äußere Lautstärke. Gemeinsam mit den Mitgliedern habe sie harte Wahlkämpfe erfolgreich gemeistert und gewonnen, "gerade weil ich so bin, wie ich bin".

Der CDU-Parteitag in Hamburg hat Angela Merkel nach 18 Jahren als Parteivorsitzende zum Abschied mit einem knapp zehn Minuten langen stehenden Applaus gedankt. "Es war mit eine große Freude. Es war mir eine Ehre", sagte sie in ihrer letzten Rede.
Video: dpa

Die natürliche Denkfabrik der Republik müsse die Partei sein, deren Mitglieder mehr einbezogen werden sollten, sagte Kramp-Karrenbauer, die sich auch deutlich von Kanzlerin Angela Merkel abgrenzte, die als ihre Fördererin gilt. Nötig sei auch ein anderes Regierungshandeln, etwa bei den Problemen der Menschen, wenn die Bahn nicht komme oder die Bürger keinen Arzttermin bekämen. (dpa)

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