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Bundeswehr

29.01.2021

Kramp-Karrenbauer verbietet Friseurangebote bei der Bundeswehr im Lockdown

Hat den Friseurbesuch für die Bundeswehr im Lockdown nun per Erlass untersagt: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Foto: Michael Kappeler, dpa

Exklusiv Für Zivilisten ist der Friseurbesuch derzeit tabu - Soldaten konnten sich weiterhin die Haare schneiden lassen. Das verbietet die Verteidigungsministerin nun per Erlass.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den Einsatz von Friseuren in Bundeswehrkasernen nach Protesten vom Corona-Lockdown betroffener privater Salons verboten. „Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat im Laufe des Donnerstag entschieden, dass Friseursalons in Bundeswehrkasernen bis auf Weiteres geschlossen werden“, sagte eine Sprecherin ihres Ministeriums unserer Redaktion. Entsprechende Angebote seien per Erlass untersagt worden.

Soldaten mussten bisher auch im Lockdown zum Friseur

Mit Verweis auf das Infektionsschutzgesetz durften Soldaten bislang auch in Pandemiezeiten die Dienste von Friseuren in militärischen Liegenschaften in Anspruch nehmen. Sie mussten es sogar, wie das Bundesverteidigungsministerium erklärte. Das äußere Erscheinungsbild der Soldatinnen und Soldaten müsse nicht nur korrekt sein – es diene auch dem korrekten Sitz beispielsweise einer ABC-Maske. So kämen Soldaten auch in diesen Pandemiezeiten nicht darum herum, Haare oder Bart schneiden lassen zu müssen. Dies entspreche „militärischen Erfordernissen“. Eigenes Personal – also Friseure unter den Soldaten – habe die Bundeswehr nicht, teilte das Ministerium mit.

 

Die Ausnahmeregelung hatte für Aufregung unter Friseuren gesorgt. So sagte die Geschäftsführerin des bayerischen Landesinnungsverbands des Friseurhandwerks Doris Ortlieb unserer Redaktion: „Es geht nicht an, dass sich Fußballer oder eben auch Soldaten professionell die Haare schneiden lassen, alle anderen dies aber nicht dürfen und ja meistens auch nicht tun.“ Es rufe auch in ihrer Branche großen Unmut hervor, wenn manche Friseure Soldaten die Haare schneiden könnten, andere aber ihre Salons geschlossen halten und um ihre Existenz kämpfen müssten. Im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck soll es demnach einen Fall geben, in dem auch einem zivilen Angestellten professionell die Haare geschnitten worden seien.

Lesen Sie dazu auch: Friseure trotz Lockdown in Kasernen: Aufregung um Haarschnitte für Soldaten

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29.01.2021

Die ganze Haareschneiderei(militärisch und zivil) ist zwar so unnötig wie ein Kropf. Unsinn ist das natürlich mit der ABC-Schutzmaske. Wir befinden uns zwar in einem biologischen Krieg(auch wenn das befremdend klingt), aber momentan gibt es keinen Grund die ABC-Schutzmaske zu tragen. Und wenn - in 10 Minuten ist ein Kopf glattrasiert.
Mich wundert sowieso, daß noch niemand auf die Idee gekommen ist, längere Haare und Bärte zu verbieten. Warum? Das kann sich jeder an den 5 Fingern abzählen. :-)

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