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Krankenversicherung
08.04.2018

Kassenärzte fordern für mehr Sprechstunden mehr Geld

Die schwarz-rote Koalition will die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25 Stunden pro Woche ausweiten.
Foto: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Millionen Bürger sollen künftig schneller Termine beim Arzt bekommen. Das ist ein wichtiges Ziel der neuen Bundesregierung. Welche Erwartungen Mediziner haben.

Die Kassenärzte fordern bei der geplanten Ausdehnung der Sprechzeiten für gesetzlich versicherte Patienten zusätzliche Vergütungen. "Ein Viertel mehr Sprechstunden heißt auch ein Viertel mehr GeldQ, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur.

"Da gehört ein Preisschild dran. Das ist die Minimalvoraussetzung." Die schwarz-rote Koalition will die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25 Stunden pro Woche ausweiten, damit sie schneller an Termine kommen.

Ärzte wollen für mehr Sprechstunden mehr Geld

"Es wäre sicherlich bei entsprechender Vergütung noch etwas Ressource für die Behandlung gesetzlich Versicherter zu heben", sagte Gassen. "Es wird aber schwer, so etwas flächendeckend umzusetzen." Nicht in jeder Praxis gebe es den gleichen Anteil gesetzlich und privat Versicherter. "In einem System, in dem Haus- und Fachärzte schon jetzt nicht alle Leistungen bezahlt bekommen, kann man auch nicht erwarten, dass alle freudig sagen: Nun machen wir noch mehr umsonst."

Der KBV-Chef äußerte sich skeptisch zu Überlegungen für Tage ohne feste Termine. "Beim Hausarzt ist das fast die Regel. Da geht man ja hin, wenn man akut krank geworden ist." Bei vielen Fachärzten, die Belastungs-EKGs oder Kernspin machten, könne man Patienten aber nicht einfach hereinlaufen lassen. "Das wäre Chaos pur." (dpa)

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